20 Abonnenten feiern KN-Küchenparty: Welch ein leckerer und schöner Abend!

05. Dezember 2019
Schlüchtern

Herzlich, humorvoll und Profis ihres Fachs: Die „Kröckels“ vom Gasthof „Zum Jossatal“ in Mernes sorgten für einen wunderbaren Auftakt der zweiten Runde der „KN-Küchenparty“ in der Showküche von Möbel-Rudolf in Schlüchtern.

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Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies

20 Abonnenten unserer Zeitung hatten einen der begehrten Plätze gewonnen – und es war eine Freude zu sehen, wie sie sich nicht zweimal bitten ließen, in der Küche von Papa Egon, Sohn Sebastian und Mutter Sabine Kröckel zu helfen. Umgehend waren Schürzen und Schnippelmesser vergriffen, um dermaßen gut ausgestattet die Vorbereitungen für ein leckeres Drei-Gänge-Menü zu treffen: Kürbiscreme-Suppe mit Rote-Beete-Chips, Krone vom Bergwinkel-Lamm (gegrillt) auf mediterranem Gemüse mit Rosmarin-Kartoffeln sowie zur Abrundung Hessisches Apfel-Tiramisu.

Küche zum Wohlfühlen

Zu Beginn hatte KN-Redaktionsleiter Alexander Gies die Gäste zu Wiederauflage der letztjährig gestarteten Küchenparty begrüßt. Sein Dank galt zum einen Heike Ries-Rudolf vom Möbelhaus Möbel-Rudolf, die ihre Showküche zur Verfügung gestellt hatte und zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen Katja Landmann und Rosemarie Lassmann eine wunderbare Gastgeberin war. Das war herzlich und zum Wohlfühlen harmonisch.

Buttrige Kartoffeln

Wesentlichen Anteil am Gelingen hat auch die Firma Edeka-Habig aus Bad Soden-Salmünster. Denn Elke Habig und ihr Mann Manfred haben sich wieder bereit erklärt, die Zutaten zu Verfügung zu stellen – vom Lammbraten aus dem Bergwinkel über den dazu passenden Grauen Burgunder bis hin zu den buttrigen Kartoffeln aus der Wetterau.

„Ich koch’ gern mit Sahne!“

Koch und Junior-Chef Sebastian Kröckel aus Mernes hatte seine Eltern Sabine und Egon mitgebracht – und dieses Trio erwies sich als echter Glückgriff. Denn die Kröckels waren von Anfang an so aufgeschlossen und gingen ohne Berührungsängste auf die Teilnehmer zu, dass die Barrieren schnell fielen. „Ich koch’ gern mit Sahne!“, bekannte Egon Kröckel und erntete dafür unisono und reihum ein schmachtendes „Mmmh!“. Und sein Angebot an Vegetarierer sorgte für herzhafte Lacher: „Wir ham auch vegetarisches Lamm. Das hat nämlich nur Gras gefressen.“

Schürzen passen auch den Männern

Mehr als einmal war das Möbelhaus mit lautem und herzhaftem Lachen erfüllt. Der Abend war einfach ein Riesen-Spaß – bei dem die Arbeit nicht vernachlässigt wurde und zudem schnell erledigt war. Denn unter den 20 Gästen befanden sich viele gestandene Hausfrauen, denen man den Umgang mit „Kniepchen“ und Rührschüssel nicht mehr erklären muss. Und auch die Männer trugen ihren Teil zum Genuss bei – nachdem Alexander Gies ironisch darauf hingewiesen hatte, dass die Schürzen sicherlich auch den Männern passen würden. Egon Kröckel war dermaßen begeistert vom Arbeitseinsatz seiner Helfer, dass er unverhohlen ein Angebot machte: „Ich brauch’ samstags noch ein paar helfende Hände, die 150 Klöße formen und zehn Kisten Salat putzen.“ Ob sich Interessierte bei ihm gemeldet haben?

Eine gute Soße muss acht Stunden köcheln

Die Fachsimpelei kam bei all dem nicht zu kurz: So wird sich eine Mitköchin künftig das mühsame Entfernen der Lamellen an der Unterseite der Champignons ersparen, „denn bei frischen Pilzen ist das nicht notwendig. Aufpassen muss man nur, wenn diese schon schwarz sind“, weiß Egon Kröckel. Und sein „Geheimnis“ für eine gute Soße ist ganz einfach: Zeit. Bis zu acht Stunden lässt er den Ansatz aus Fleisch, Knochen und Wurzelgemüse köcheln. Das schmeckt man.

Geheimnisvolle Gewürzmischung

Ein Geheimnis wollten er und sein Sohn allerdings nicht preis geben, obwohl viele Teilnehmer dies gern gelüftet hätten: Die Zutaten für die Kröckel’sche Gewürzmischung, welche der Suppe wie auch dem Lammcarree den letzten Schliff verlieh, wurden nicht verraten. Dafür konnte man sie schmecken: In der lecker cremigen und süß-pikanten Kürbissuppe oder am außen krossbraunen und innen zartrosa Lamm-Rücken, der zuvor mit Rosmarin, Thymian und Knoblauch vakuum-mariniert worden war.

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