Elfjährige Tochter missbraucht – Familienvater muss ins Gefängnis

12. Februar 2020
Schlüchtern/Hanau

Vier Jahre und zehn Monate Haft. So lautet das Urteil gegen einen Schlüchterner Familienvater, der im August vergangenen Jahres seine damals elfjährige Tochter zweimal sexuell missbraucht hatte. Der Mann hat die Tat gestanden, das Urteil ist damit rechtskräftig.

Wie Staatsanwalt Markus Jung nach der Urteilsverkündung berichtet, war die Verhandlung eigentlich auf mehrere Tage angesetzt: „Das ist bei Verfahren dieser Art so üblich.“ Doch durch das Geständnis des Familienvaters konnte das Verfahren innerhalb eines Verhandlungstages abgeschlossen werden.

Tochter zweimal missbraucht

Der zur Tatzeit 38-Jährige aus Schlüchtern habe sich am 25. August 2019 an seiner elfjährigen Tochter zweimal sexuell vergangen. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf „schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in Tateinheit mit Körperverletzung in Tateinheit von Misshandlung Schutzbefohlener“.

Während der Verhandlung vor der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Hanau wurde die von der Polizei erstellte Videovernehmung des Mädchens angeschaut und ausgewertet. Eine neuerliche Aussage blieb der Elfjährigen hiernach erspart, berichtet Staatsanwalt Jung. Einzig die Kindsmutter wurde als „Randvernehmung“ noch gehört.

Sexspielzeug verwendet

Der Familienvater habe am Tattag in der gemeinsamen Wohnung in Schlüchtern zu zwei verschiedenen Zeitpunkten – einmal nachts gegen 4.45 Uhr sowie ein weiteres Mal in der Mittagszeit – mit einem eingeschalteten Vibrator am Genitalbereich seiner elfjährigen Tochter manipuliert. Anschließend soll sich der Angeklagte mittels eines Dildos noch „in verschiedenen Stellungen“ an dem Kind vergangen haben, was der damals Elfjährigen Schmerzen bereitet habe.

Der 38-Jährige hatte im Vorfeld ein Geständnis abgelegt und wurde aus der Untersuchungshaft in den Gerichtssaal geführt. / tim

Beklemmende Vorwürfe: Mann soll seine Tochter (8) sexuell missbraucht haben

Von Michael Staudenmaier Laut der Anklageschrift habe der 50-Jährige zwischen Mai 2018 und Januar dieses Jahres mehrfach sexuelle Handlungen an sich selbst im Beisein seiner Tochter vorgenommen. In einem Fall soll er derartige Handlungen an dem Kind durchgeführt und es dazu aufgefordert haben, sich selbst im Intimbereich zu berühren.

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