Wer hat noch Barbie-Puppen für Ausstellung im Bergwinkel-Museum?

13. September 2019
Schlüchtern

Die einen haben sie innig geliebt, die anderen abgrundtief gehasst: „Barbie“. Die Puppe polarisiert schon seit ihrem ersten Auftritt 1959. Das Schlüchterner Bergwinkel-Museum im Lauter’schen Schlösschen widmet dem Kultspielzeug eine Sonderausstellung: „Barbie, eine Puppenlegende wird 60“.

Von Kathrin Noll

Was die wenigstens über die weltberühmte Plastik-Ikone wissen: Die Geschichte von Barbie begann in Deutschland, mit einer Zeichnung in der Bild-Zeitung. Anfang der 1950er Jahre wurde die Figur der Lilli so populär, dass die Bild-Redaktion sie 1953 als echte Puppe herausbrachte.

„Barbie-Mutter“ entdeckte Vorlage in Deutschland

Die Amerikanerin Ruth Handel, eine der Gründerinnen der Firma Mattel, entdeckte Lilli auf einer Europa-Reise und sah in ihr großes Potenzial: Sie kaufte die Rechte an der Puppe, veränderte sie nach ihren Vorstellungen und gab ihr den Spitznamen ihrer Tochter: „Barbie“ war geboren.

Erstmals 1959 auf der amerikanischen Spielzeugmesse in New York vorgestellt, begann ihr Siegeszug rund um den Globus. Schon damals traten ihre Kritiker auf den Plan, die in Barbie ein Abbild des unemanzipierten Hausfrauchens sahen. Bis heute hat sie den Ruf einer „tumben Tussi“, die schon junge Mädchen zu oberflächlichem, unkritischem Konsum animiere.

Weitere Puppen werden gesucht

Die kleine, aber feine „Barbie“-Schau in der Galerie im ersten Obergeschoss des Bergwinkel-Museums zeigt einen bunten Querschnitt: Neben Puppen aus den Anfangsjahren, die an Leinwand-Diven wie Grace Kelly erinnern, sind dort sonnengebräunte, blondgelockte Schönheiten aus den 70er, 80er und 90er Jahren zu sehen. Alle Exponate stammen aus Privatbesitz.

Museumsleiterin Birgit Schwarzer ist auf der Suche nach weiteren gut erhaltenen Barbie-Puppen und entsprechender Ausstattung, selbst für ein Barbie-Traumhaus in Pink wäre noch ausreichend Platz vorhanden. Auch Raritäten und Sammlerstücke sind willkommen. „Die Puppen dürfen natürlich gerne bespielt sein, das verleiht ihnen einen besonderen Charme“, so Schwarzer. Alle zur Verfügung gestellten Leihgaben werden anonym in abschließbaren Vitrinen präsentiert.

Die Sonderausstellung soll voraussichtlich Ende September eröffnet werden und bis in den Januar 2020 hinein andauern. Wer an der „Barbie“-Mitmachausstellung teilnehmen möchte, kann sich bis Mitte September mit Museumsleiterin Birgit Schwarzer, Krämerstraße 5, Telefon (06661) 85359, oder per E-Mail in Verbindung setzen. Das Bergwinkel-Museum im Lauter’schen Schlösschen in Schlüchtern, Schlossstraße 15, ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.