Video: Lagerhalle brennt ab – 150.000 Euro Schaden bei Großfeuer

10. Mai 2019
Steinau

Beim Brand einer abgelegenen Lagerhalle in Steinau im Main-Kinzig-Kreis ist in der Nacht zu Samstag nach Polizeiangaben ein Schaden von mindestens 150.000 Euro entstanden. Die riesige Halle brannte gegen 22.30 Uhr in voller Ausdehnung. Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr schwierig.

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Die Feuerwehr musste zunächst mehr oder weniger tatenlos zusehen, wie die Maschinenhalle abbrannte, das sich die Wasserversorgung sehr schwierig gestaltete. Der Erstangriff war durch die Feuerwehr Steinau, die mit mehreren Fahrzeugen, darunter einem Drehleiterfahrzeug, anrückte, erfolgt.

Stadtbrandinspektor Dietmar Berthold aus Steinau äußert sich im Video zu dem Großbrand:

Sie alarmierte umgehend weitere wasserführende Fahrzeuge nach. Mehrere Tanklöschfahrzeugen der Wehren aus Steinau, Ulmbach, Schlüchtern, Bad Soden-Salmünster und Bad Orb stellten letztlich im Pendelverkehr die Löschwasserversorgung sicher. Außerdem stand noch das Wechselladerfahrzeug aus Gründau mit dem Abrollbehälter Wasser (10.000 Liter) in Bereitschaft.

Verletzte Feuerwehrfrau

Eine Feuerwehrfrau wurde verletzt und musste vom Rettungsdienst versorgt werden. Insgesamt waren etwa 100 Personen bei den Löscharbeiten im Einsatz. In der Halle waren unter anderem Heu- und Strohballenballen, Maschinen und Fahrzeuge, wie Autos und Traktoren, sowie Reifen gelagert. Diese wurden durch die Flammen zerstört.

In der Halle waren auch fünf Ziegen untergebracht. Ob die Tiere sich vor den Flammen in das Freie retten konnten oder bei dem Brand ums Leben kamen, war zunächst nach Angaben der Besitzer noch unklar. Die Brandstelle befindet sich außerhalb von Steinau in der Straße Am Sand, abgelegen gelegen zwischen Steinau und dem Erlebnispark.

Nicht der erste Brand

Nach Erkenntnissen vom Einsatzort gehört die etwa 12 mal 30 Meter große Lagerhalle wohl der Familie, dessen Wohnhaus in Schlüchtern-Elm vor etwa einem Jahr in Flammen stand. Damals war laut Polizei ein Schaden von rund 70.000 Euro entstanden.

Brandstiftung kann auch im aktuellen Fall der abgebrannten Lagerhalle nicht ausgeschlossen werden, zumal zuletzt auch ein Auto der Familie abbrannte. Spezialisten der Polizei haben die weiteren Ermittlungen übernommen. / sar

Kripo ermittelt: Wohnhaus in Elm wird zum Raub der Flammen

Lichterloh in Flammen stand am Samstag gegen 21 Uhr ein Wohnhaus in Elm. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Verletzt wurde niemand. Das Wohnhaus, bei dem es sich um die frühere Gaststätte „Henke" handelt, war zuletzt von einer Familie bewohnt.

In einer früheren Version dieses Textes hatten wir fälschlicherweise geschrieben, dass das Wohnhaus in Elm erst vor zwei Wochen gebrannt hatte und dass bei den aktuellen Löscharbeiten eine Schlauchleitung (auch unter Beteiligung der Feuerwehr Birstein) gelegt worden war. Wir haben diese Fehler korrigiert.