Umgestürzte Bäume, überspülte Straßen: Unwetter trifft Teile des Main-Kinzig-Kreises

20. August 2019
Kinzigtal

Auf über 70 Einsätze kamen die Feuerwehren im Main-Kinzig-Kreis am Sonntagabend aufgrund des heftigen Unwetters. Wie die Leitstelle berichtet, lagen die Schwerpunkte in Großkrotzenburg und Freigericht sowie in Biebergemünd. Einzelne Hilferufe gab es bis 21 Uhr auch aus Hasselroth, Linsengericht, Gelnhausen und Jossgrund.

Vorrangig ging es, wie der Main-Kinzig-Kreis mitteilte, um die Beseitigung von Sturmschäden wie umgestürzte Bäume, herabgefallene Ziegel oder überspülte Straßen. Auch einige vollgelaufene Keller mussten trockengelegt werden. Im Spessart waren vorübergehend einige Straßen durch Windbruch unpassierbar.

Die ersten Alarmierungen waren nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises gegen 18.15 Uhr in der Zentrale in Gelnhausen eingegangen. Zu diesem Zeitpunkt wütete das Unwetter bereits besonders stark im benachbarten Landkreis Aschaffenburg sowie im Bereich Seligenstadt.

Enorme Schäden

„Aufgrund der hohen Zahl der Einsätze bei unseren Nachbarn, haben wir am späten Abend dort noch umfangreiche Unterstützung geleistet“, erklärt Kreisbrandinspektor Markus Busanni. Vor allem in Alzenau und Karlstein sind enorme Schäden zu verzeichnen.

Bis morgens 5 Uhr haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer mit vereinten Kräften und Spezialgeräten versucht, die schlimmsten Verwüstungen zu beseitigen. Am Montag ging das Aufräumen und Reinemachen dann noch weiter. Auch musste die Ausrüstung wieder ordnungsgemäß hergerichtet werden.

Dank an Einsatzkräfte

Vor diesem Hintergrund richtete Landrat Thorsten Stolz am Montag seinen Dank an alle Feuerwehrleuten für ihren schnellen und professionellen Einsatz und ihre erneute Hilfsbereitschaft. In bewährter Weise hätten die Freiwilligen Feuerwehren sowie die weiteren beteiligten Einsatzkräfte gezeigt, wie wichtig ihre Arbeit für alle Bürgerinnen und Bürger sein kann.

„Diese lokalen Unwetter lassen uns spüren, wie unverzichtbar ein gut funktionierender Brand- und Katastrophenschutz ist“, betonte Thorsten Stolz. Daher müsse es das gemeinsame Ziel sein, diese freiwillige Gefahrenabwehr auch künftig nach Kräften zu unterstützen. Denn nur mit ausreichend engagierten und qualifizierten Männern und Frauen sei dieser erforderliche Standard zu gewährleisten. / sar