Unfall mit großen Folgen: Sprinter mit acht Personen überladen – Opelfahrer darf Bier nicht austrinken

06. Oktober 2019
Langenselbold

Kleiner Unfall, viel Arbeit für die Autobahnpolizei: Ein eigentlich relativ harmloser Auffahrunfall auf der A45 am Langenselbolder Dreieck in der Nacht zu Sonntag hat die Polizei mehrere Stunden auf Trab gehalten. Ein Mercedes-Sprinter mit achte Personen war überladen. Ein Opelfahrer kurvte durch die Absperrungen – eine geöffnete Bierflasche griffbereit haltend.

Wie das Polizeipräsidium Südosthessen in Offenbach am Sonntagvormittag berichtete, war es in der Nacht zu Sonntag, um kurz nach 1 Uhr, auf der Autobahn 45 am Langenselbolder Dreieck in Fahrtrichtung Aschaffenburg zunächst zu einem Auffahrunfall gekommen.

Ein 37-jähriger Fahrer eines Mercedes-Sprinter aus Mazedonien fuhr auf einen Audi A1 auf, der von einer 29-jährigen Frau aus Hanau gesteuert wurde. Da der Sprinter nicht mehr fahrtüchtig war, musste die A 45 für die Unfallaufnahme und Bergung komplett gesperrt werden. Dabei stellten die Beamten dann fest, dass das Fahrzeug mit acht Personen besetzt und vermutlich überladen war.

Opelfahrer darf Bierflasche nicht austrinken

Es musste ein Großraumtaxi und ein großes Abschleppfahrzeug an die Unfallstelle bestellt werden. Es kam zu entsprechenden Behinderungen. Die Polizei leitete den Verkehr auf die Kreisstraße Richtung Erlensee von der Autobahn ab. Kurz bevor die Maßnahmen beendet waren, kurvte gegen dann 3.30 Uhr ein 46-jähriger Mann aus Hammersbach mit seinem Opel Astra zwischen den Absperrbaken und Warnfackeln hindurch in den abgesperrten Bereich.

Die Unfallbeteiligten, die Helfer von Polizei und Abschleppdiensten befanden sich noch auf der Fahrbahn und mussten dem Auto ausweichen. „Ob der Opelfahrer wegen der Dunkelheit oder seines Alkoholpegels die Sperrung nicht rechtzeitig erkannte, wird die Auswertung seiner Blutprobe ergeben“, teilte das Polizeipräsidium Südosthessen mit.

„Er durfte seine Bierflasche nicht austrinken und musste seinen Führerschein bei den Beamten abgeben“, heißt es weiter. Die Polizei bestellte für den Opel ein weiteren Abschleppwagen. Verletzt wurde zum Glück bei dem Unfall niemand. Den Gesamtsachschaden am Sprinter und am Audi schätzt die Polizei auf etwa 3000 Euro. / sar