Zug erfasst entlaufene Kuh – Behinderung im Bahnverkehr

21. Mai 2019
Schlüchtern/Steinau

Ein Zug ist am Montag gegen 19 Uhr zwischen Schlüchtern und Steinau an der Straße mit einer entlaufenen Kuh kollidiert. Anschließend kam es zu Behinderung im Bahnverkehr. Gegen den Tierhalter wird nun ermittelt.

Die Kuh war mit vier anderen Kühen von einer nahegelegenen Weide ausgerissen, teilt die Bundespolizei mit. Der Lokführer des Zuges soll die Kühe zwar gesehen haben. Die eingeleitete Notbremsung hat die Kollision mit einem der Tiere aber nicht mehr verhindert. Die Kuh starb. Der 39-jährige Tierhalter aus Schlüchtern konnte die anderen vier Kühe einfangen und zurück auf die Weide führen.

36 Züge verspätet

Die Lok des Zuges, der in Richtung Frankfurt unterwegs war, wurde durch den Aufprall so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt ausgeschlossen war. Die etwa 500 Reisenden, von denen keiner verletzt wurde, mussten im Zug ausharren, bis er nach Schlüchtern abgeschleppt wurde. Von dort fuhr eine Ersatzlok zum Frankfurter Südbahnhof weiter. Bis zur Bergung des getöteten Tieres kam es bei insgesamt 36 Zügen zu Verspätungen.

Ermittlungen gegen Tierhalter

Wie es dazu kam, dass die Tiere von der Weide ausbrechen konnten, ist noch unklar. Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main hat gegen den Tierhalter ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. / lio