Zum Klassentreffen nach Südschweden: Auf den Spuren von „Michel aus Lönneberga“

04. Dezember 2019
Schlüchtern/Småland

Gut 40 Jahre ist es her, dass die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c der Schlüchterner Stadtschule ihr Realschulabschluss-Zeugnis erhielten. Aus den Augen verloren haben sie sich trotz all der Jahre nicht.

Von unserem Redaktionsmitglied Tim Bachmann

Anlässlich ihres Realschulabschlusses vor nunmehr 40 Jahren haben sich die Schüler der Klasse 10c, die in ihrer Zeit an der Stadtschule stets Renate Schneider als Klassenlehrerin hatten, etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Klassentreffen auf den Spuren von „Michel aus Lönneberga“ im südschwedischen Småland.

Dass sich die ehemaligen Schüler zu Ausflügen treffen, ist keine Besonderheit, besteht doch – wie sie berichten – noch immer ein guter Zusammenhalt zwischen den meisten ehemaligen Klassenkameraden. So wurden auch die vorherigen Klassentreffen im Fünfjahres-Rhythmus ordentlich gefeiert. So ging es zum Beispiel für ein Wochenende nach Berlin, wo eine ehemalige Klassenkameradin aus Stadtschulzeiten besucht wurde.

Für das 40. Klassentreffen sollte aber noch eine Schippe draufgepackt werden: So kam die Idee eines ehemaligen Mitschülers auf, ins südschwedische Småland zu reisen. Dort besitzen der Klassenkamerad und seine Frau ein Ferienhaus, und er „wollte uns seine zweite Heimat zeigen“, berichtet Martina Müller aus Marborn.

Nach einigen Vorbereitungen sind 14 ehemalige Realschüler zu einem fünftägigen Klassentreffen nach Göteborg geflogen und von dort aus mit zwei Sprinterbussen quer durch Südschweden gefahren. Zum Ferienhaus – idyllisch am See mit Bootsanlegeplatz gelegen.

Es wurden Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen, wie eine Wanderung durch einen Naturpark, ein Bootsausflug durch die Schäreninseln mit Mittagessen und Radtour.

Selbstverständlich wurden auch die Drehorte von „Michel aus Lönneberga“ und „Wir Kinder von Bullerbü“ besucht. „Dank der sehr guten Vorbereitungen des Klassenkameraden und seiner Ehefrau verlebten wir dort unvergessliche Tage und lange Abende, an denen alle mithalfen zu kochen oder zu grillen“, berichtet Martina Müller.

Ein Nachtreffen fand mittlerweile auch schon statt, auch für die Kameraden, die an der Fahrt nicht teilnehmen konnten, und alle schwelgten in Erinnerungen. Eines steht jetzt schon fest: In fünf Jahren werden die Kameraden wieder gemeinsam verreisen.

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