Bäume im Dannenröder Forst sollen später gefällt werden

11. Oktober 2019
Homberg

Für den Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen werden nun erst ein Jahr später Bäume im Dannenröder Forst gefällt. Einzelne Maßnahmen zur Umsiedlung geschützter Tiere hätten noch nicht wie geplant abgeschlossen werden können und würden nun im kommenden Jahr fortgesetzt, teilte die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) mit.

Ein DEGES-Sprecher sagte, gefällt werden könnten Bäume lediglich zwischen Anfang Oktober und Ende Februar. Das solle jetzt im Dannenröder Forst in der Periode 2020/2021 geschehen. Die Verschiebung um ein Jahr bedeutet der Gesellschaft zufolge aber nicht, dass sich der Bau des Abschnitts der A 49 um die gleiche Zeit verschiebt. Der Baubeginn sei weiter 2020 geplant, die Inbetriebnahme im Jahr 2024.

Die A 49 soll von Nordhessen in Richtung Süden bis zum Dreieck Ohmtal der A 5 verlängert werden. Im April war mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Neuental und Schwalmstadt (Schwalm-Eder-Kreis) begonnen worden. Der Dannenröder Forst liegt östlich von Marburg. Zuletzt hatten dort Klima-Aktivisten gegen die Fällungen protestiert.

Das Aktionsbündnis „Keine A49“ begrüßte die Entscheidung als Etappensieg. Sie wertete den Schritt als klares Signal, dass die Aufklärungsarbeit Früchte getragen habe.

„Wald statt Asphalt": Klima-Aktivisten setzen Proteste im Dannenröder Forst fort

Andere hielten vor dem Wald Mahnwache. Wie viele Menschen sich an den Protesten beteiligten, war zunächst unklar. Ein Sprecher sprach von einer Zahl im „höheren zweistelligen Bereich". Details nannte er nicht. Die Polizei schritt nach Darstellung des zuständigen Präsidiums in Fulda nicht ein, beobachtete aber die Situation.