„Die Wolf Gäng“: Alsfeld kommt dank Kinofilm groß raus

13. Dezember 2019
Alsfeld

Ab Ende Januar ist das Alsfelder Rathaus auf allen deutschen Kinoleinwänden zu sehen, denn dort fanden von September bis November 2018 der Großteil der Dreharbeiten für den Film „Die Wolf Gäng“ statt.

Alsfeld, Büdingen, Marburg und Schloss Braunfels hatten die Filmemacher der Rat Pack GmbH München als Drehorte ausgewählt, wobei Alsfeld mit insgesamt 21 von 40 Tagen der Hauptdrehort war.

„Für uns stand schon immer fest, wir wollen in Hessen drehen, wir wollen eine kleine, mittelalterliche Stadt. Und als wir das gesehen haben, haben wir uns sofort in den Marktplatz verliebt“, begründet der Geschäftsführer der Rat Pack Filmproduktion Christian Becker die Wahl Alsfelds als Hauptdrehort.

Alsfeld diente als Kulisse

Der Kinderfilm nach der gleichnamigen Erfolgs-Kinderbuchreihe von Wolfgang Hohlbein spielt hauptsächlich in der fiktiven Stadt Crailsfelden. Als Kulisse für die Fantasy-Stadt diente Alsfeld. Die Produktionsbüros für das am Ende 120–köpfige Filmteam befanden sich fast ein Jahr lang im ehemaligen Post-Areal am Ludwigsplatz.

„Eine wunderbare Stadt“, wie sich Regisseur Tim Trageser erinnert, „die fast komplett unter Denkmalschutz stehen sollte. Dort leben tolle Menschen, und ein Bürgermeister, der mit Feuer und Liebe für unseren Film brannte.“

Rathaus zu sehen

Als städtisches Wahrzeichen wird das Alsfelder Rathaus in „Die Wolf Gäng“ zu sehen sein. Am Rossmarkt befindet sich das Wohnhaus der Hauptfiguren des Films. Hier wurden in einem leerstehenden Ladengeschäft ein Antiquitätenladen sowie ein Kinderzimmer eingerichtet.

Das Ladengeschäft wurde nach Beendigung der Dreharbeiten von der Stadt angemietet und wird seitdem von der Alsfelder Marktspielgruppe als Nähatelier genutzt. Sämtliche Requisiten wurden von der Produktionsfirma übernommen, so dass Alsfeld über einen Original-Filmschauplatz und -Requisiten verfügt, die touristisch genutzt werden sollen.

Auch Erwachsene sollen Spaß haben

„Die Wolf Gäng“ ist laut Geschäftsführer Becker ein „Kinder-Fantasy-Action-Film mit komödiantischen Elementen“, bei dem alle auf ihre Kosten kommen. Oder, wie es Regisseur Tim Trageser ausdrückt: „Wir haben sehr darauf geachtet, dass auch Erwachsenen ihren Spaß haben. Einzigartig sind an der Verfilmung ganz sicher die Geschichte und der enorme Produktionswert. Wir müssen uns nicht verstecken vor den US-Fantasy-Filmen, deren Budget das Zehnfache beträgt.“

Drei magische Verlierer als Helden

Die Wolf-Gäng erzählt von drei Fabelwesen, die lernen, dass sie gemeinsam stark sind: einer Fee mit Flugangst, einem Vampir, der kein Blut sehen kann und einem Werwolf mit Tierhaarallergie. Der Film, in dem auch das ein oder andere bekannte Alsfelder Gesicht zu sehen sein wird, übermittelt laut den Filmemachern eine besondere Botschaft.

Tim Trageser beschreibt es so: „Unsere Helden sind drei magische Verlierer. Sie haben Handicaps, für die sie von allen an ihrer Schule gemobbt werden. Aber am Ende überwinden sie ihre Ängste und akzeptieren sich so, wie sie sind. Und retten die gesamte magische Welt.“ / mbl

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