Kohlenstoffmonoxid im Wohnhaus: Vier Verletzte in Kirtorf

07. Februar 2017
Kirtorf/Lehrbach

In einem Wohnhaus in der Hauptstraße in Kirtorf/Lehrbach ist am heutigen Dienstagmorgen Kohlenstoffmonoxid ausgetreten. Vier Menschen atmeten das Gas ein.

Nach ersten Angaben wurde der Rettungsdienst in einem Haus der Hauptstraße zu einem medizinischen Notfall alarmiert. Über den Hausnotruf klagte die 89-jährige Hausbewohnerin über Unwohlsein. Auch ihrem 57-jährigen Sohn, der mit im Haus wohne, gehe es ebenfalls schlecht. Das teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit.

Die Rettungskräfte stellten bei ihrem Eintreffen erhöhte CO-Werte im Gebäude fest. Der 57-Jährige sowie die 89-Jahre alte Frau kamen mit schwereren Vergiftungserscheinungen in ein Klinikum. Bei dem Rettungseinsatz erlitt auch zwei Sanitäter durch das Einatmen der Gase eine leichte Kohlenmonoxidvergiftung. Auch sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Eine zunächst vermisste Mitarbeiterin eines Pflegedienstes wurde wohlauf gefunden, sie soll nur kurzzeitig in dem Haus gewesen und dadurch nicht verletzt worden sein.

Während der Rettungsarbeiten soll ein Warngerät für Kohlenmonoxid bei einer Rettungskraft ausgelöst haben. Daraufhin brachten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes sich sowie die beiden im Haus befindlichen Bewohner ins Freie und forderten Unterstützung an. Die Feuerwehren der Städte Kirtorf und Homberg sowie mehrere Rettungsteams und Notärzte kamen wenig später zur Hilfe.

Die angerückten Feuerwehrleute gingen mit Atemschutzgeräten in das Haus und nahmen Messungen vor. Wie Kirtorfs Stadtbrandinspektor Heino Becker informierte, wurden mit einem Gasmessgerät sehr hohe Konzentrationen an Kohlenmonoxid gemessen. „Im Keller des Hauses überstieg die Konzentration den Messbereich des Geräts“, so Becker. In der Folge setzte die Feuerwehr ein Belüftungsgerät ein. Ob möglicherweise ein technischer Defekt an einer Heizanlage zu dem Gasaustritt führte, wird noch von der Polizei sowie einem Sachverständigen ermittelt. / pw

Anzeige