„Lost Place“ erneut in Flammen

01. Dezember 2019
Romrod

Ein Zimmer des ehemaligen Romröder Landhotels stand in der Nacht zum ersten Advent lichterloh in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren der Städte Alsfeld und Romrod wurden gegen 3 Uhr zu dem Brand in dem Gebäude der Kneippstraße alarmiert.

Mehr als 50 freiwillige Feuerwehrleute wurden aus dem Schlaf gerissen und rückten zum mehrstündigen Löscheinsatz aus, unter anderem mit einer Drehleiter.

Wie ein Feuerwehrsprecher informierte, konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch Personen im Gebäude befanden. „Immer wieder begeben sich Lost-Place-Abenteurer in das verlassene Hotel und bringen sich in Lebensgefahr“, so der Feuerwehrsprecher. Wie er schilderte, suchten Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten im dichten Brandrauch nach den lebensmüden Abenteurern. „Es konnte jedoch niemand angetroffen werden“, so der Sprecher.

Ermittlungen im Hinblick auf Brandstiftung

Der eigentliche Brand wurde von einem Feuerwehrtrupp mit einem Strahlrohr abgelöscht. Laut Feuerwehrangaben wurde für den gezielten Löscheinsatz auch eine Wärmebildkamera eingesetzt. Eine Streife der Polizeistation Alsfeld nahm vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache auf, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Brandstiftung. Vorsorglich stand ein Rettungsteam in Bereitstellung, verletzt wurde nach ersten Angaben jedoch niemand.

In der Vergangenheit oft gebrannt

Der „Lost Place“ in Romrod führte in diesem Jahr immer wieder zu Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr, zuletzt beschädigten Randalierer einen Gastank und sorgten für Explosionsgefahr oder steckten Mobiliar in einem ehemaligen Speiseraum in Flammen. Der Unmut der freiwilligen Feuerwehrleute zu dieser Situation war am Brandort deutlich wahrzunehmen. / pw

Brandgefährliche „Lost Places" beschäftigen Feuerwehr und Polizei

Am Montag steckten Unbekannte ein Sofa in einer verlassenen Reha-Klinik bei Neukirchen in Brand, am Freitag manipulierten Unbekannte eine Gasleitung an einem verlassenen Hotel bei Romrod und sorgten für Explosionsgefahr und am darauffolgenden Dienstag wurden dort Möbel angezündet. In beiden Fällen war ein Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz.

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