Nach Corona-Verdacht im ICE: Mann erhielt Schutzutensilien vom Bahn-Personal

26. März 2020
GELNHAUSEN

Der etwa 50 Jahre alte Mann, dessen mutmaßliche Corona-Infektion am Sonntag zu einem außerplanmäßigen ICE-Halt in Gelnhausen geführt hat, trug offenbar keinen Mundschutz oder Handschuhe. Dies erklärte jetzt ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn gegenüber unserer Zeitung.

Anders als in der Darstellung der Bundespolizei habe der Franzose, mit dem die Verständigung schwierig gewesen sei, die Schutzutensilien erst vom Bahnpersonal erhalten, nachdem er ein Schreiben mit dem Nachweis eines Corona-Tests und dem Anraten häuslicher Isolierung vorgezeigt habe.

Der Mann sei allein im Abteil gewesen und habe den ICE in Gelnhausen verlassen müssen.

Verdacht auf Coronavirus-Infektion: Mann mit Mundschutz und Handschuhen im ICE unterwegs

Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, am frühen Nachmittag sei gemeldet worden, dass ein französischer Staatsbürger in einem Sechser-Abteil zu verstehen gegeben habe, er sei mit dem Virus infiziert. Der mit Handschuhen und Mundschutz ausgestattete Mann habe eine Bescheinigung aus Hamburg über einen Test auf das Coronavirus und die Empfehlung häuslicher Quarantäne bei sich.

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