Nach Gewalttat am Rosenmontag: „Zeit der Aufarbeitung“ in Volkmarsen

23. März 2020
Volkmarsen

Vor einem Monat raste ein Auto beim Rosenmontagszug in Volkmarsen in eine Menschenmenge. Es gab Dutzende Verletzte. Die nordhessische Stadt kämpft noch mit einer gewissen Schockstarre und Unsicherheit.

Einen Monat nach der Gewalttat in Volkmarsen mit Dutzenden Verletzten dauert die Bewältigung der Ereignisse in der nordhessischen Stadt an. „Es ist noch eine gewisse Schockstarre und Unsicherheit da“, sagte Bürgermeister Hartmut Linnekugel (parteilos). „Die Bürgerinnen und Bürger sind schon noch entsetzt, aber man ist nun in der Zeit der Aufarbeitung dieser Ereignisse.“ Den Menschen werde vielschichtige Hilfe angeboten, von daher „sind wir auf einem guten Weg“.

Ein Auto war während des Umzugs am Rosenmontag in Volkmarsen in eine Menschenmenge gefahren. Der Fahrer, ein 29-jähriger Deutscher, soll dies absichtlich getan haben. Dutzende Menschen wurden verletzt, darunter viele Kinder. Die Zahl der Betroffenen stieg zuletzt auf 154.

Der Verdächtige schweigt

Der Verdächtige sitzt unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft. Der Mann schweigt laut Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt weiterhin zu den Vorwürfen.

Bürgermeister Linnekugel zufolge liegen seines Wissens nach noch zwei Verletzte auf der Intensivstation, die Kinder seien aus den Krankenhäusern entlassen worden und auf einem guten Weg. / dpa

Motiv des Tatverdächtigen in Volkmarsen weiter unbekannt

Gegen den Autofahrer, der beim Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen mehr als 60 Menschen verletzt haben soll, ist Untersuchungshaft angeordnet worden. Dem 29-jährigen Deutschen werden versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstagabend mitteilte.

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