Rettungskräfte retten Menschenleben – Kleintransporter prallt gegen Sattelzug

09. August 2019
Alsfeld

Der Kampf um ein Menschenleben wurde am Donnerstagabend auf der Autobahn 5 bei Alsfeld gewonnen. In einem mehr als einstündigen Rettungseinsatz befreiten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsfeld einen lebensbedrohlich eingeklemmten 54-Jährigen aus Naumburg/Saale. Er war auf dem Weg in Richtung Kassel mit einem Kleintransporter gegen einen Sattelzug geprallt.

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Das Unfallwrack des Kleintransporters klemmte meterweit unter dem Auflieger des Lastwagens. Wie Alsfelds Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer schilderte, war das Unfallopfer mit dem kompletten Körper schwerstens eingeklemmt. Über eine Stunde setzten die Feuerwehrleute hydraulische Scheren, Spreizer, Winden und Zylinder ein, um das Leben des Mannes zu retten.

Erst durch den Einsatz eines sogenannten Greifzugs konnten die Einsatzkräfte den Mann befreien. Mit der handbetriebenen Seilwinde wurde der Kleintransporter förmlich aus dem Heck des Sattelzugs gezogen. Die lebensbedrohlichen Verletzungen wurden vor Ort von den Besatzungen eines Rettungswagens, eines Notarzteinsatzfahrzeugs und des Rettungshubschraubers behandelt.

Zwei Stunden Vollsperrung

Die Hubschrauberbesatzung flog den Mann anschließend ins Universitätsklinikum Gießen. Der 35-jährige Sattelzugfahrer aus Polen blieb durch das Unfallgeschehen unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 30.000 Euro geschätzt.

Ersten Ermittlungen zufolge, erfasste der Transporterfahrer die Verkehrssituation zu spät und fuhr nahezu ungebremst auf einen, auf dem rechten Fahrstreifen stehenden, Sattelzug aus Polen auf. Die A5 musste für die Rettungsarbeiten in beide Fahrrichtungen rund zwei Stunden voll gesperrt werden. Der Verkehr staute sich kilometerweit. / pw

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