Schusswaffen im Auto: Polizei schnappt Verdächtige in NRW

13. Mai 2019
Alsfeld

Zwei Männer und zwei Frauen sind am Sonntagabend festgenommen worden, weil sie Schusswaffen in einem Fahrzeug transportiert hatten. Die Verfolgung führte die Polizeibeamten bis nach Nordrhein-Westfalen.

Aufmerksame Zeugen hatten zuvor in Alsfeld beobachtet, wie zwei männliche Personen zwei Pistolen an zwei weibliche Personen ausgehändigt haben. Das berichtet die Polizei. Nachdem die Zeugen ihre Mitteilung an die Beamten in Alsfeld durchgegeben hatten, nahmen diese die Fahndung auf.

Festnahme in Olpe (NRW)

Wegen der unklaren Sachlage wurden weitere Streifen aus dem Polizeipräsidium Osthessen hinzugerufen, teilt die Polizei mit. Noch während dies geschah, seien die Tatverdächtigen in einem VW Phaeton und einem Wohnmobil mit roten Überführungskennzeichen auf der A 5 in Richtung Gießen davongefahren.

Polizeistreifen nahmen die Verfolgung der beiden Fahrzeuge auf. Während die Fahrt weiter nach Nordwesten auf die A 45 Richtung Dortmund ging, wurden weitere Zeugen zur Abklärung des Sachverhalts befragt. Kurz nach 23 Uhr gelang es, alle vier Personen, die in Gelsenkirchen und Essen wohnen, kurz hinter der Anschlussstelle Olpe festzunehmen.

64-Jähriger Alsfelder unter Verdacht

Es stellte sich heraus, dass die beiden Männer (22 und 24 Jahre alt) sowie die Frauen (23 und 27 Jahre alt) das Wohnmobil zuvor in einem Alsfelder Ortsteil gekauft hatten. Der 64-jährige Vorbesitzer des Wohnmobils wird von der Polizei beschuldigt, die beiden Pistolen an das Quartett übergeben zu haben. Gegen Alsfelder ordnete das Amtsgericht in Alsfeld eine Wohnungsdurchsuchung an. Diese verlief am Montag ohne Ergebnis.

Die Verdächtigen wurden nach Identitätsfeststellung und Sicherstellung der Waffen wieder entlassen. Bei den Pistolen handelte es sich um „alte Echtwaffen“, die, nach erster Prüfung der Polizei, nicht schussbereit waren. Alle Tatverdächtigen müssen sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. / lio, lea