Tödlicher Unfall auf der A 5: Orientierungsloser Fußgänger wird von Fahrzeugen erfasst

10. November 2019
Alsfeld

Ein offenbar orientierungsloser, 48 Jahre alter Mann ist am Samstagabend auf die Fahrbahn der A 5 bei Alsfeld gelaufen und mehrfach überfahren worden. Dabei wurde er tödlich verletzt.

Gegen 18.15 Uhr sei auf dem Rastplatz Eifa in Fahrtrichtung Kassel eine „offensichtlich betrunkene, orientierungslose männliche Person“ gemeldet worden, berichtet die Polizei.

Noch vor dem Eintreffen der Polizei habe der Mann die Fahrbahn der Autobahn betreten. Er habe sich anschließend mittig auf die Fahrbahn zwischen der linken und rechten Spur gelegt. Die Gründe dafür sind laut Polizei unerklärlich.

Nach etwa vier Minuten sei der dunkel gekleidete Mann aufgestanden und auf dem rechten Fahrstreifen herumgelaufen, wie Zeugen berichteten.

Dort ist er nach Angabe der Beamten um etwa 18.30 Uhr von einem Pkw erfasst und etwa 50 Meter mitgezogen worden. Anschließend wurde er von zwei weiteren Pkws und einem Lkw überfahren. Welcher Zusammenprall zum Tode geführt hat, muss noch geklärt werden. Zur genauen Rekonstruktion des Verkehrsunfalles wurde ein Gutachter zur Unfallstelle bestellt.

Nach Angaben der Polizei stammt der 48-Jährige nicht aus der Region. Es handelt sich offenbar um einen polnischen Staatsbürger.

Aufgrund der umfangreichen Spurensuche und Bergung der Fahrzeuge war die Autobahn in Fahrtrichtung Nord für mehrere Stunden voll gesperrt, der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Alsfeld-Ost abgeleitet. Es entstand ein etwa 4 Kilometer langer Stau.

Ob es sich um einen Unfall oder Suizid handelte, ist bislang unklar. Über Suizidfälle berichtet die Fuldaer Zeitung ausschließlich in Fällen von besonderem öffentlichen Interesse. Grund dafür ist die Nachahmungsgefahr. Sind Sie selbst von Selbstmordgedanken oder Depressionen betroffen, wenden Sie sich bitte über das Info-Telefon unter (0800) 3344533 an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. / lio