„Wald statt Asphalt“: Klima-Aktivisten setzen Proteste im Dannenröder Forst fort

03. Oktober 2019
Homberg/Ohm

Im Dannenröder Forst in Mittelhessen haben Klima-Aktivisten am Donnerstag ihre Proteste gegen die geplante Rodung des Waldes fortgesetzt. Nach Angaben der Initiatoren vom Mittwoch harrte ein „jüngerer und aktiver Kern“ weiterhin auf Baumhäusern aus.

Andere hielten vor dem Wald Mahnwache. Wie viele Menschen sich an den Protesten beteiligten, war zunächst unklar. Ein Sprecher sprach von einer Zahl im „höheren zweistelligen Bereich“. Details nannte er nicht. Die Polizei schritt nach Darstellung des zuständigen Präsidiums in Fulda nicht ein, beobachtete aber die Situation.

Die Schutzgemeinschaft Gleental stellte nach eigenen Angaben einen Bauwagen auf, in dem Essen und Spenden für die Aktivisten gesammelt wurden. „Diese jungen Menschen zeigen einen enormen Einsatz für den Klimaschutz, und ihre Aktionen erfordern eine große Portion Mut“, sagte der Vorsitzende Christoph Schulze-Gockel.

Die Bürger- und Umweltinitiative setzt sich nach eigenen Angaben seit mehr als 40 Jahren für den Erhalt der Forst- und Wiesenflächen unter anderem im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis ein. Die Aktivisten wollen mit ihren Aktionen unter dem Motto „Wald statt Asphalt“ gegen den Weiterbau der Autobahn 49 protestieren.

Die Autobahn soll von Nordhessen in Richtung Süden bis zum Dreieck Ohmtal der A5 verlängert werden. Im April war mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Neuental und Schwalmstadt (Schwalm-Eder-Kreis) begonnen worden. Sowohl Aktivisten als auch Polizei gehen jedoch nicht davon aus, dass die Rodung des östlich von Marburg gelegenen Dannenröder Forstes unmittelbar bevorsteht. / dpa