Hessentag am Dienstag wegen Unwetter abgebrochen – Sicherheit oberste Priorität

11. Juni 2019
Bad Hersfeld

Der Betrieb auf dem Hessentag wurde am Dienstagabend wegen Unwetter abgebrochen. Die Verantwortlichen wollen kein Risiko eingehen und halten sich an ein festgelegtes Sicherheitskonzept, sagt die Hessentagsbeauftragte.

Der Spielbetrieb wurde zuerst um 19.48 Uhr wegen einer Sturmwarnung eingestellt. Alle Stände konnten um 20.56 Uhr wieder geöffnet werden. „Das Riesenrad dreht sich wieder“, schreibt das Pressebüro des Hessentags.

Gegen 21.45 Uhr meldete sich das Pressebüro erneut und teilte mit, dass der Hessentag für Dienstag abgebrochen werde. „Der Wetterdienst warnt vor starkem Unwetter mit sichtbaren Blitzen über Bad Hersfeld. Aus Gründen der Sicherheit wird der Festbetrieb auf dem Hessentag abgebrochen. Die Besucher werden gebeten, die Schutzräume aufzusuchen“, heißt es in einer Meldung.

„Keiner von uns hat sich diese Entscheidung leicht gemacht, den Hessentag am Dienstag erneut zu unterbrechen und letztlich ganz abzubrechen“, erklärt die Bad Hersfelder Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann in einer Pressemitteilung. „Die Veranstaltungsleitung hat ein Sicherheitskonzept unterschrieben, an dem müssen wir uns orientieren“, so Hofmann.

Sicherheit oberste Priorität

Dass die Sicherheit auf dem Hessentag 2019 in Bad Hersfeld großgeschrieben wird, hat in den vergangenen Tagen jeder gespürt. Dazu gehören nicht nur die Straßen- und Betonsperren, um Fußgänger zu schützen, dazu zählt ebenso die Sicherheitsüberprüfung aller am Hessentag beteiligter Personen, egal ob Caterer, Journalist oder Mitarbeiter der Stadtverwaltung, so die Mitteilung.

Täglich um 8 Uhr, bevor die Veranstaltungsflächen geöffnet werden, treffen sich 40 Beteiligte zur sogenannten Lagebesprechung. Mit dabei sind Sicherheitsdienste, Feuerwehr, Sanitäter, Bundes- und Landespolizei, alle Ansprechpartner der integrierten Veranstalter, wie Weindorf, hr-treff oder auch Polizei-Bistro, sowie das gesamte Planungsteam des Hessentages. Die Verantwortlichen tauschen sich aus über aktuelle Besucherzahlen des vergangenen Tages, ums Verkehrsaufkommen, Vorfälle bei der Polizei,l Einsätze der Sanitäter und Verbesserungen.

In der Leitstelle und in der gemeinsamen Pressestelle in der Breitenstraße laufen während des gesamten Tages die Fäden zusammen. Auf großen Monitoren wird der Verkehr gesichtet und das Wetter beobachtet. Bei Unwetterwarnungen wird per Funk erneut eine Lagebesprechung anberaumt. Die Standleitung zum Deutschen Wetterdienst steht. Ab einer bestimmten Windstärke müssen Gegenstände gesichert, Zelte, Stände und Bühnen geschlossen werden. Besucher werden gebeten, sich in die Schutzräume zu begeben. Diese sind im Sicherheitskonzept genau festgelegt.

„Wir haben keine Wahl und werden auch künftig kein Risiko eingehen“, sagt Hofmann. „Alles andere wäre unverantwortlich.“ / erz