Der Bezirkslandfrauenverein Lauterbach macht sich fit für die Zukunft

14. Februar 2019
Vogelsbergkreis

Einen Tag Zeit nahmen sich die Vorstandsmitglieder der Landfrauenvereine im Altkreis Lauterbach kürzlich, um gemeinsam mit Referentin Christiane Buck aus Cuxhaven daran zu arbeiten, sich gut für die Zukunft zu rüsten.

Nachwuchssorgen, Überalterung, oft wenige Helfer für die ehrenamtlichen Aufgaben und zur Vorbereitung und Durchführung der geplanten Veranstaltungen. Das sind Probleme, die viele Vereine mittlerweile nur allzu gut kennen, und für die es keine Patentlösung gibt. So auch die Landfrauenvereine, die als wichtiger Aktivposten für die dörflichen Gemeinschaften gelten.

Leider werden sie aber in der Öffentlichkeit oft nur als kuchenbackender, strickender, gummistiefeltragender Zusammenschluss älterer, bäuerlicher Frauen wahrgenommen. Aber Landfrauen sind, können und wollen vielmehr. Hervorgegangen vor über 100 Jahren aus einem Zusammenschluss von Bäuerinnen sind die Landfrauenvereine heute mit 1300 Mitgliedern im Altkreis Lauterbach, über 44.000 Mitglieder in Hessen und 500.000 Mitgliedern in ganz Deutschland die größte Interessensvertretung von und für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum und auch schon in vielen städtischen Gebieten.

Sie setzen sich auf allen Ebenen für die vielfältigen Belange und Probleme in der Gesellschaftspolitik ein, zeigen Probleme auf und arbeiten an den Lösungen dafür mit, wie zum Beispiel in der Verbraucherpolitik, bei der Bekämpfung der Altersarmut – gerade von Frauen – und der mangelnden Infrastruktur in ländlichen Raum.

Bäuerinnen machen heute nur noch einen sehr geringen Teil der Mitglieder aus. Frauen aller Altersstufen und aus allen Berufsfeldern sind Mitglied im Landfrauenverein der heutigen Zeit. So lauteten die Fragen, die an diesem Seminartag mit viel Engagement und guten Ideen mit Hilfe von Referentin Christiane Buck beantwortet werden mussten: Wie stellen wir besser und deutlicher heraus, wer wir sind und was wir tun? Wie können wir unsere Mitglieder insgesamt wieder für mehr Engagement begeistern?

Und vor allem, wie können wir andere von und mit unseren Aktivitäten überzeugen, Landfrau zu werden und als Mitglied unsere Vereine und damit die dörflichen Gemeinschaften und den ländlichen Raum zu stärken? Natürlich wurde auch ausführlich über die immer wieder gestellte Frage diskutiert: Wie können wir das althergebrachte Bild in der Öffentlichkeit ändern und die Wahrnehmung auf das richten, was moderne Landfrauenvereine von heute für Frauen und Familien im ländlichen Raum leisten?

Mit Arbeitsgruppen, Diskussionen, dem Sammeln der Ergebnisse und vielen guten Ideen verging der Tag wie im Flug. Alle Teilnehmerinnen waren am Ende des Seminars motiviert, um sich für die Zukunft der Vereine zu engagieren. Und alle waren sich einig, dass war erst ein Anfang. Nach dem Landfrauenmotto „Mitmachen, mitreden und miteinander mehr erreichen“ wurden erste Grundsteine für die Zukunft gelegt. / rsb