Entführer steht bald vor Gericht: Der Prozess im Fall Würth beginnt

31. August 2018
Gießen

Der mutmaßliche Entführer des Milliardärssohns Würth steht bald vor Gericht. Der Prozess wird am 11. September vor dem Landgericht Gießen beginnen, wie ein Justiz-Sprecher am Freitag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten erpresserischen Menschenraub vor. Der Mann soll den behinderten Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Nach einer gescheiterten Übergabe wurde das Opfer einen Tag später in einem Wald bei Würzburg unversehrt an einen Baum gekettet gefunden.

Entführungsfall Würth: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 48-Jährigen

Seit der Festnahme des mutmaßlichen Entführers, ein 48-jähriger Serbe sind drei Monate vergangen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Gießen Anklage gegen ihn erhoben. Der Angeklagte schweigt weiterhin. Ob noch weitere Täter an dem Fall beteiligt waren, ist noch unklar.

Ein Telefon-Mitschnitt hatte bei der Suche nach dem Kidnapper eine wichtige Rolle gespielt. Sprachexperten analysierten die Aufnahme und ordneten diese später dem Angeklagten zu, der aus Serbien stammt. / dpa

Entführungsfall Würth: Ermittlungen werden voraussichtlich diese Woche abgeschlossen

Die Ermittlungen zum Entführungsfall Würth stehen kurz vor dem Abschluss. Das teilt die Staatsanwaltschaft Gießen auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Eine Anklageerhebung sei wahrscheinlich; die Entscheidung darüber kündigt die Staatsanwaltschaft für Ende dieser Woche an. Der mutmaßliche Täter, ein 48-jähriger Serbe, sitzt weiterhin in U-Haft.