Eröffnung der Bilderausstellung von Herdin Radtke in der Landesmusikakademie

Von der Klassik über den Surrealismus bis hin zum Pomponismus / Ausstellung 1. bis 15. Dez.

25. November 2013
Schlitz

Herdin Radtke – Künstler, Maler, Autor und Musiker stellt vom 1. bis 15. Dezember unter dem Motto "Von der Klassik über den Surrealismus bis hin zum Pomponismus" ca. 30 Kunstwerke aus den verschiedensten Epochen seines etwa 40-jährigen Kunstschaffens im Gewölbekeller der Landesmusikakademie Hessen Schloss Hallenburg in Schlitz aus.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 1. Dezember, um 11.15 Uhr im Rahmen der Veranstaltung "Advent im Schloss" feierlich im Gartensaal von Schloss Hallenburg eröffnet. Die Lautatio hält Rainer Wallraf, Redakteur und Moderator in diversen Programmen des Bayerischen Rundfunks. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Die Ausstellung kann bis zum 15. Dezember von montags bis freitags in der Zeit von 8-17 Uhr besucht werden.

Große Künstler kreuzten seinen Lebensweg: DE CHIRICO 1972 in Rom – SALVADOR DALÌ 1978 in Cadaqués – ERNST FUCHS 1980 in Cadaqués und später in Wien. Herdin's Palette reicht von klassisch-realistischen Werken über den Surrealismus bis hin zu abstrakten Lichtkörper-Malereien.

In allen Werken spielt die Darstellung des Lichtes eine entscheidende Rolle. Der von ihm kreierte Satz: "Ein Maler ist ein Dirigent des Lichtes" wurde zu seinem eigenen Vorsatz und machte ihn zu einem der gefragtesten Dozenten und Workshop-Leiter in Europa im Bereich der Darstellung des Lichtes in der Malerei.

Nach einem im wahrsten Sinne des Wortes malerischen und abenteuerlichen Leben in allen Teilen Europas, ließ Herdin sich 1990 in dem kleinen Ort St. Pompon/Dordogne im Südwesten Frankreichs nieder. Zurückgezogen entwickelte er dort in den folgenden 18 Jahren die pomponistische Lehrmethode.

Er ließ sich nie durch einen zeitgenössischen Modismus beeinflussen, sondern ging, wie die Maler früherer Zeiten, seinen eigenen unbeugsamen Weg.

Im Jahre 1995 begründete er offiziell in einer der größten Buchhandlungen Frankreichs in Bordeaux in der Galerie Librairie MOLLAT die Künstlerbewegung der Pomponisten im Beisein von Dr. Rainer Buhleier (Physiker) Stefan Schwerdfeger (Songwriter, Sänger und Musiker) und einigen anderen Gleichgesinnten. Der Pomponismus gilt als Nachfolgebewegung des Surrealismus und setzt als tragendes Element unter anderem meisterliche malerische Fähigkeit ein, um in Transparenzen die Magie eigener Visionen, Gedanken und Wünsche darstellen zu können. Vor ca. 3 Jahren ließ er sich in der Nähe von Fulda nieder mit den Worten: "Ich möchte auch mal wieder Deutsch sprechen", und startet nun von dem kleinen Kurort Bad Salzschlirf in ganz Europa seine Vortragsreisen, Workshops und sonstigen Aktionen.

In Eigenproduktion drehte er in den letzten Jahren 30 hochwertige Lehrfilme über die Ölmalerei, schrieb zwei Bücher und entwickelt zur Zeit ein international anerkanntes Lehrprogramm für realistische Ölmalerei.

Sein Fachbuch "DIE MAGIE DER ÖLMALEREI" ist ein Erfolg in Deutschland, Österreich und der Schweiz und wurde bereits in das Holländische und Französische übersetzt.

Mit der Fähigkeit gekonnt und meisterhaft das Licht im Bild zu dirigieren verstärkt sich der Ausdruck des Bildes in seiner Bildhaftigkeit hin zu einer künstlerischen klaren Aussage und führt zurück zum Ursprungswort BILDUNG. Voraussetzung dafür ist das Beherrschen von Licht, Schatten und Transparenz in der Malerei, wobei die Ausbildung als ein unabdingbarer Prozess dazugehört. Es geht nicht darum, mit der meisterhaften Malerei etwas nachzubilden wie es häufig in der gegenständlichen Malerei der vergangener Kulturepochen der Fall war, sondern hier wird das hohe handwerkliche Können eingesetzt, um in den dabei entstehenden Werken die Magie der Zeit mit all ihren Variationen im Leben nachzuempfinden und ausdrücken zu können.

Somit ist mit dieser Art der Ausdrucks- und Gestaltungsform die ZEITGENÖSSISCHE KUNST um eine Variation reicher. Sie wird weit hinein in die Zukunft reichen und bietet aufgrund ihrer Ausgewogenheit zwischen malerischem Können und jeweils zeitgenössischer Kreativität einen unerschöpflichen Nährboden für eine Vielfalt an Kunstwerken.

So zeigt Herdin Radtke in dieser Ausstellung nicht nur Werke aus seinen verschiedensten Schaffensperioden, sondern gibt auch einen Einblick hinter die Kulissen der Ölmalerei mit all ihren Fantasien, Schwierigkeiten, Techniken und malerischen Geheimnissen. lmah

Zur Person:

Herdin Radtke ist in Ostpreußen geboren und in Westfalen und im Rheinland aufgewachsen. 1972 verlässt er Deutschland und lebt jahrelang in Rom und Pietra Santa. Er studiert als Autodidakt die klassischen Maler von Tiepolo bis William Turner und spezialisiert sich auf die Darstellung des Lichtes in der Ölmalerei. 1979 Umzug nach Cadaques – Spanien. Dort erlebt er im Umkreis einer dort ansässigen internationalen Malergruppe die letzte Ära Salvadore Dalís und macht seine Bekanntschaft. Es folgen Studienreisen durch ganz Europa. 1990 zieht er in den malerischen Ort St.Pompon im Südwesten Frankreichs. Er gilt jetzt als einer der besten Stilllebenmaler im klassischen Stil und beherrscht hervorragend die surreale Malerei, aus der er den POMPONISMUS entwickelt. Er produziert zahlreiche Lehr-DVDs und schreibt erfolgreiche Lehrbücher. Seit 2008 pendelt er zwischen Deutschland und Frankreich, präsentiert in Ausstellungen und Kursen seine Maltechnik in ganz Europa.