Pfeifer Group möchte im August Werk in der Schlitz in Betrieb nehmen

10. Februar 2019
Schlitz

Gut 25 Millionen Euro investiert die Pfeifer Group in den Ausbau ihres Standortes in Schlitz. Ab Mitte 2019 startet das holzverarbeitende Unternehmen mit der Erzeugung von Brettsperrholz. In der ersten Ausbauphase entstehen 55 neue Arbeitsplätze.

Im Pfeifer-Werk an der Bahnhofstraße wird derzeit auf Hochtouren gearbeitet, heißt es in der Pressemitteilung. Auf einer Werksfläche von sechs Hektar stellt Pfeifer die Weichen für die Produktion 2021: Bis dahin soll eine Jahreskapazität von 100.000 Kubikmeter fertigem Cross Laminated Timber (CLT) erreicht werden.

CLT sind kreuzweise verleimte Holzlamellen, die als massive System-Fertigteile aus Holz hergestellt werden. Mitte 2019 startet die Optimierungsphase, im vierten Quartal sollen 50.000 Kubikmeter fertiges CLT pro Jahr entstehen. Das entspricht einem Schnittholzeinsatz von circa 65.000 Kubikmeter.

100 neue Arbeitsplätze

Die um- und neugebauten Lager-, Produktions- und Kommissionierungshallen stehen bereits, die Installation des Maschinenparks sei weit fortgeschritten. Ebenso sei das komplette Wasser- und Abwassernetz sowie die Stromversorgung erneuert und ausgebaut worden. Werksleiter Roland Ritter ist mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden: „Alles läuft nach Plan. Wir (...) rechnen mit einer ersten Inbetriebnahme im August 2019.“

Der Werkstoff CLT lege seit Jahren einen beeindruckenden Siegeszug hin und sei weltweit gefragt, so Projektleiter Josef Dringel. Pfeifer schafft mit der Revitalisierung der ehemaligen Schalungsplatten und des -trägerwerks gleich zu Beginn 55 neue Arbeitsplätze. Im Endausbau sollen es circa 100 sein.

„Wir suchen Mitarbeiter für Technik, Planung, Arbeitsvorbereitung, die Produktion mit hohem Automatisierungsgrad, Verwaltung, Vertrieb, Werkstatt und Instandhaltung“, sagt Werksleiter Roland Ritter. Das neue CLT-Werk soll bewusst am Standort Schlitz in unmittelbarer Nähe zum Pfeifer-Standort Lauterbach entstehen.

Nähe zum Lauterbacher Standort

Lauterbach kann so als zentraler Zulieferer für Schlitz genutzt werden. Durch die Weiterverarbeitung des Schnittholzes vertiefe sich die Wertschöpfung. In Schlitz sei ein Großteil der Infrastruktur bereits vorhanden gewesen, was die Investitions- und laufenden Kosten enorm verringert habe. Außerdem liegt das Werk zentral in Deutschland.

Neues Verkehrskonzept

Ein neues Verkehrs- und Logistikkonzept sorge für die geregelte Zu- und Abfahrt beim Werk im Einbahnsystem an der Bahnhofstraße. Die Anliefer- und Abfahrzeit ist auf den Betrieb tagsüber beschränkt. Vor Ort gibt es lärmarme E-Gabelstapler und moderne Krananlagen. In Summe sei das eine enorme Verbesserungen in Sachen Lärmschutz, so Roland Ritter.

Die neue CLT-Produktion arbeite sauber, die Filteranlagen übertreffen die Standards sogar. / erz

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