Rotkreuzhelfer leisten mehr als 80.000 ehrenamtliche Stunden

19. Oktober 2019
Rainrod

Mehr als 80.000 ehrenamtliche Stunden wurden im Vorjahr von den Rotkreuzhelfern des Alsfelder Kreisverbandes geleistet. Am vergangenen Freitag zogen sie auf der Kreisversammlung im Dorfgemeinschaftshaus von Rainrod (Schwalmtal) ein Resümee. Die dreizehn DRK-Ortsvereine in dem Verband zählen genau 4.926 Mitglieder, darunter 323 Aktive und 176 Jugendrotkreuzler.

Der Vorsitzende Hans-Ulrich Lipphardt hob in seinem Jahresbericht den 7. Juni 2018 hervor, an dem ein verheerendes Unwetter im Vogelsbergkreis wütete und auch das Katastrophenschutzzentrum in Alsfeld traf. „Eine lokale Gewitterzelle und Starkregen von über 100 Litern pro Quadratmeter führten zu einer katastrophalen Überschwemmung der Gebäude“, so Lipphardt. Wie er sagte, stand das Wasser in manchen Räumen meterhoch und die Rettungswache musste evakuiert werden. Im Nachgang habe das DRK jedoch von vielen Seiten großartige Unterstützung erhalten, dazu nannte er besonders die Freiwilligen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und die Stadt Alsfeld. Auch hervor gehoben wurde die Eröffnung der mittlerweile dritten Seniorenresidenz des Verbandes, die mit 18 Wohnungen unter dem Namen „Storchennest“ am Katzenborn in Alsfeld eröffnet wurde. „Auf einem verwunschenen Gartengrundstück sind bezahlbare und altersgerechte Wohnungen für Senioren entstanden“, so Lipphardt.

Einsatzkräfte bei 124 Sanitätsdiensten gefragt

Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann berichtete von den neun DRK-Bereitschaften, die über 240 Helfer zählen. Sie wurden zu 21 Einsätzen alarmiert und leisteten eine Vielzahl von Ausbildungen. Besonders gefragt waren die Einsatzkräfte bei 124 Sanitätsdiensten, darunter Messen in der Alsfelder Hessenhalle oder der große Faschingsumzug in Mücke. Wie Bovensmann schilderte, wurde bei den Sanitätsdiensten über 180 Menschen geholfen. Die Einsätze reichten vom Massenunfall auf der Bundesautobahn 5, über Waldbrände und mehrere Unwetter bis hin zu einem Gasaustritt. Im Bereich der Einsatzvorbereitung hob der Kreisbereitschaftsleiter zwei Großübungen besonders hervor, beide fokussierten die Bekämpfung von Waldbränden. Eine besondere Bedeutung sprach er dabei der Verpflegung der Einsatzkräfte aus, die unter anderem durch das DRK Atzenhain mit mehreren Mahlzeiten meisterlich gelungen sei. Im Vorjahr wurden insgesamt 49 Blutspenden mit 2.625 Teilnehmern durchgeführt. In der Breitenausbildung wurden 244 Kurse mit mehr als 2.000 Teilnehmer verzeichnet. Wie der Ausbildungsbeauftragte und stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Andreas Fischer schilderte, wurden neue Kurse wie das Notfalltraining in Arztpraxen oder für Pflegedienste aufgenommen. Künftig will man die Ausbildung der Ersten Hilfe in Kindergärten und Schulen fokussieren. „Erste Hilfe muss sich wie ein roter Faden durch das ganze Leben ziehen“, so Fischer.

Verdienstmedaillen

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Ehrungen des Kriminaldirektors Andreas Böhm mit der goldenen Verdienstmedaille und des Rotkreuzhelfers Adolf Wolfram mit der bronzenen Verdienstmedaille des DRK-Kreisverbandes. Der zweite Kreisvorsitzende Robert Belouschek hob der Versammlung die Verdienste der Beiden für das Deutsche Rote Kreuz auf ganz unterschiedliche Weisen hervor. „Andreas Böhm steht stellvertretend für das gute Verhältnis zwischen Polizei und DRK“, so Belouschek. „Adolf Wolfram war 15 Jahre ehrenamtlich in der DRK-Seniorenresidenz Erlenteich tätig und wurde zurecht die gute Seele des Hauses genannt“, so Belouschek.

Vier neue mobile medizinische Versorgungseinheiten

In einem Grußwort hob der Präsident des Hessischen DRK-Landesverbandes Norbert Södler die Wichtigkeit der DRK-Landesverstärkung Hessen in Fritzlar hervor. So wurde in diesem Jahr die Landesverstärkung durch eine von insgesamt vier mobilen medizinischen Versorgungseinheiten ergänzt. Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland dankte für die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Vogelsbergkreis. Er blickte auf verschiedene größere Einsätze und Übungen zurück, hierbei hob er insbesondere die Verpflegung der Einsatzkräfte durch das DRK hervor. Von einer ebenfalls guten Zusammenarbeit sprach Kriminaldirektor Andreas Böhm für die Polizeidirektion Vogelsberg sowie Bernhard Ziegler für den DRK-Kreisverband Lauterbach. Schwalmtals Erster Beigeordneter Günter Herles dankten in Ansprachen für das Engagement der örtlichen und überörtlichen Rotkreuzhelfer. / pw