Stall brennt in großer Ausdehnung: Kühe verendet, Pächter schwer verletzt, halbe Million Euro Schaden

06. Mai 2016
Schlitz

Der Rettungsleitstelle Vogelsbergkreis ist am Donnerstagmorgen gegen kurz nach 9 Uhr ein Brand einer Stallung in Schlitz-Ützhausen gemeldet worden. Das teilte kurz danach auch die Polizei in Fulda mit. Bei dem Feuer kamen mehrere Kühe und Kälber ums Leben, der 29-Jährige Pächter wurde schwer verletzt.

Die etwa 40 mal 20 Meter große Stallung brannte den weiteren Angaben zufolge in voller Ausdehnung. Allein am Gebäude entstand etwa ein Schaden 400.000 Euro, teilte die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Im Gebäude befanden sich zudem Kühe, Jungbullen und Kälber, landwirtschaftliche Maschinen sowie Stroh- und Heuballen.

Etliche Tiere kamen in den Flammen ums Leben. Augenzeugen berichteten von etwa fünf verbrannten Tieren. Zwei Tierärzte eilten an die Brandstelle und mussten weitere 16 schwer verletzte Kühe einschläfern. Zudem mussten die Einsatzkräfte auch etliche Tiere, die weggelaufen waren, wieder einfangen. Neben dem Veterinäramt wurde auch die Untere Wasserbehörde (wegen ausgelaufener Gülle) hinzugerufen.

Pächter verletzt sich bei Rettungsversuch schwer

Der Pächter des landwirtschaftlichen Anwesens erlitt beim Versuch, die Tiere zu retten, schwere Brandverletzungen. Der 29-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Fulda gebracht. Von dort aus wurde er in eine Spezialklinik nach Offenbach verlegt.

Dem Vernehmen nach wird davon ausgegangen, dass sich Stroh durch Funkenflug an einer Arbeitsmaschine entzündet hat und es so zu dem Großbrand gekommen ist. Nichtsdestotrotz dauern die Ermittlungen der Polizei bezüglich der Brandursache an. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Beamten bitten Zeugen, sich mit der Polizei in Lauterbach unter der Telefonnummer (06641) 9710 in Verbindung zu setzen.

Über 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Vor Ort war neben der Polizei die Feuerwehr mit über 100 Kameraden – unter anderem auch aus Bad Salzschlirf und Lauterbach. Wie der Ützhausener Wehrführer und stellvertretende Schlitzer Stadtbrandinspektor Jürgen Quanz gegenüber unserer Zeitung berichtete, war das Feuer um 10.30 Uhr gelöscht. Es fanden zu diesem Zeitpunkt aber noch Nachlöscharbeiten statt. So zogen die Feuerwehrleute noch qualmende Strohballen auseinander.

Bis kurz vor 11 Uhr konnten die Einsatzkräfte noch nicht in das zerstörte Gebäude hineingehen. Das Wasser zum Löschen entnahm die Feuerwehr unter anderem der Schlitz. Vor Ort waren unter anderem auch Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland, Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer (CDU), Stadtbrandinspektor Frank Göbel und Landesbrandinspektor Harald Uschek. / sar, sigi, dpa