Stunde der Wintervögel im Januar – NABU ruft zur Zählung auf

10. Januar 2020
Schlitz

Kaum hat das neue Jahr begonnen, gibt es bereits den ersten Termin für Naturfreunde.

Der NABU-Bundesverband Schlitzerland ruft zur „Stunde der Wintervögel”, einer Zählung der Vögel in den heimischen Gärten auf. Das geschieht schon seit einigen Jahren und man kann die Ergebnisse der letzten Jahre im Internet einsehen.

Warum macht man solche Zählungen immer wieder? Wie bei allen Pflanzen und Tieren gibt es auch bei den einheimischen Vogelarten Populationsschwankungen; das bedeutet, es gibt Jahre, in denen es einigen Arten gut geht, dass sie also häufiger sind als in anderen Jahren. Es sind zum Beispiel mehr Kohlmeisen oder weniger Amseln zu sehen als sonst. Bei manchen Vögeln können Schwankungen auf Krankheiten zurückgeführt werden.

Futterhäuschen ideal, um Vögel zu zählen

In den letzten Jahren gab es verschiedentlich Berichte über Amselsterben. Es handelt sich dabei um ein tropisches Virus (Usutu-Virus), der bei vielen Vögeln, besonders aber bei Amseln massenhafte Todesfälle verursacht. Bei anderen Arten zeigen sich gute oder schlechte Jahre, ob sie ausreichend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs gefunden haben. Hier sind besonders die Insektenfresser betroffen, deren Nahrung – Insekten eben – durch den Einsatz von Bioziden schon stark zurückgegangen ist.

Die Futterhäuschen, die viele Menschen am Haus und im Garten haben, sind ideal, um Vögel zu erkennen und zu zählen. Man sollte sich kommendes Wochenende im Januar dann eine Stunde Zeit nehmen und versuchen, die Anzahl von Piepmätzen im Garten, die man erkennen kann, dem NABU am besten über das Internet zu melden.

Geschenke für die Teilnehmer

Man sieht Vögel, die das ganze Jahr bei uns bleiben – viele sind im Sommer in der Vegetation verborgen und nur zu hören. Im Winter zieht es sie aber an die Futterstellen. Manchmal kommen aber auch welche als Wintergäste aus dem kalten Nord- oder Osteuropa zu uns, die sich in das mildere mitteleuropäische Winterklima zurückziehen.

Über das Für und Wider einer Winterfütterung ist einige Jahre kontrovers diskutiert worden. Auch dazu findet man Informationen auf der Homepage des NABU Hessen und NABU Bundesverbands (www.NABU.de oder https://hessen.nabu.de/). Für die Teilnehmer an der Zählung gibt es mit etwas Glück auch kleine Geschenke als zusätzlicher Anreiz.

Wer möchte, kann also in der Zeit vom 10. bis 12. Januar Vögel beobachten und melden. Wie man das im Einzelnen anstellt, erfährt man auf der Internetseite des NABU-Bundesverbands, mehr dazu auch im Netz unter dem Suchbegriff „Stunde der Wintervögel“. Nehmen Sie sich diese Stunde – es lohnt sich.

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