Würth-Entführung: Auch Nebenklage geht in Revision

04. Dezember 2018
Gießen/Schlitz

Nach dem Freispruch im Entführungsfall Würth will auch die Nebenklage das Urteil des Landgerichts im hessischen Gießen prüfen lassen. Die Nebenklage, die die Familie des Entführungsopfers Markus Würth vertritt, habe am Montagabend Revision eingelegt.

Das teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Das hatte zuvor die Staatsanwaltschaft ebenfalls getan. Nun muss sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) mit dem Fall befassen.

Das Landgericht hatte vor einer Woche einen 48-Jährigen freigesprochen. Die Richter hatten Zweifel, dass der Mann im Juni 2015 an der Entführung des behinderten erwachsenen Sohnes von Milliardär und Unternehmer Reinhold Würth beteiligt gewesen war.

Der damals 50-Jährige wurde aus einer Wohngemeinschaft in Schlitz-Sassen verschleppt. Nach der gescheiterten Übergabe von drei Millionen Euro Lösegeld wurde der Mann nahezu unversehrt an einen Baum gekettet bei Würzburg gefunden. / dpa

Angeklagter im Entführungsfall Würth freigesprochen

Rund dreieinhalb Jahre nach der Entführung des Sohnes von Milliardär Reinhold Würth ist der 48-jährige Angeklagter freigesprochen worden. Die Ermittler haben viele Indizien zusammengetragen. Doch dem Landgericht Gießen reichen diese nicht für eine Verurteilung des Angeklagten.