Air Berlin
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Sieben der 60 großen Airlines sind seit 30 Jahren unfallfrei: Zu diesen sieben Airlines gehört auch die 1979 gegründete Air Berlin.

Sieben Airlines seit 30 Jahre unfallfrei ­

Sieben der 60 großen Airlines sind seit 30 Jahren unfallfrei, darunter auch eine deutsche. Turkish Airlines wird immer besser. Das Schlusslicht in der neuen JACDEC-Liste ist aus Brasilien.

Zwar starben 2010 mehr Menschen bei Flugzeugunfällen als im Vorjahr, doch können Passagiere auch aufatmen: Die führenden Fluggesellschaften blieben im vergangenen Jahr von schweren Unfällen verschont. Keine der 60 größten Airlines - gemessen an der Verkehrsleistung in Passagierkilometern - hatte 2010 ein Unglück mit Toten oder einen Totalverlust bei den Maschinen zu beklagen.

 Das geht aus der Airline-Bilanz des deutschen Unfalluntersuchungsbüros JACDEC (Jet Airliner Crash Data Evaluation Center) hervor, die das deutsche Magazin für Zivilluftfahrt, “Aero International“, veröffentlicht hat.

Die eindrucksvollste Zahl: Es gibt sieben Fluggesellschaften, die in den vergangenen 30 Jahren unfallfrei geblieben sind. Sie sind damit in der JACDEC-Sicherheitsrate für das Jahr 2010 mit der Note 0,000 bewertet. Zu diesen sieben Airlines gehört auch die 1979 gegründete Air Berlin. Auch die 1923 gegründete Finnair und die portugiesische TAP gehören zu den Top Sieben. Insgesamt sind es also gleich drei europäische Gesellschaften.

Genauso gut stehen auch die 1922 gegründete australische Qantas, die Air New Zealand, Cathay Pacific Airways aus Hongkong und die japanische All Nippon Airways (ANA) da. In der JACDEC-Bilanz taucht übrigens der beschädigte Airbus A380 der Qantas, bei dem ein Triebwerk nahe Singapur explodierte und zu schweren Schäden an der Tragfläche führte, nicht auf. Denn die Australier konnten die europäische Riesenmaschine für rund 50 Millionen Euro wieder reparieren. Das Flugzeug war ja kein Totalverlust.

Zwar erreichen auch zehn weitere Fluggesellschaften die Ranking- Note 0,000 - darunter der arabische “Himmelsstürmer“ Emirates - aber diese zehn Fluggesellschaften sind jünger als 30 Jahre.

Vor dem Hintergrund, das die JACDEC-Bilanz immer nur die letzten 30 Jahre umfasst, nimmt die Deutsche Lufthansa mit der Ranking-Note 0,005 lediglich den 21. Platz ein. Denn am 14. September 1993 verunglückte ein zweistrahliger Airbus A320 bei extrem schwierigen Wetterverhältnissen am Flughafen Warschau. Zwei Menschen kamen ums Leben. Nur deshalb hat die Lufthansa, die nach Verkehrsleistung in Passagierkilometern inzwischen den zweiten Platz in der Welt einnimmt (hinter Emirates), keine ganz reine Weste.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Da fliegt man gerne Richtung München zum Oktoberfest. Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa stimmen auf die Maß Bier und Brezen ein.   © Lufthansa
Schaun mer mal und auf geht's zur Wiesn: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa im feschen Dirndl. © Lufthansa
Immer ein Lächeln auf den Lippen, die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © Lufthansa
Revolutionär un d sexy: 1971 präsentiert die Fluggesellschaft TWA die neue Kollektion für Stewardessen. © ap
Immer fröhlich: Stewardessen der Air Asia. Die Damen begleiten die Flüge von Malaysia, Thailand und Indonesien. © ap
In dem neuen Dress unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © 
Die Zeiten ändern sich auch bei den Fluggesellschaften. Hier eine äußerst züchtig gekleidete Stewardess aus dem Jahr 1956. Sie arbeitet für die amerikanische Fluglinie Capital Airlines. © ap
Die beiden Damen gehören zu Singapore Airlines. Die Kleidung der asiatischen Stewardessen ist sehr farbenfroh und freundlich. © ap
Dezent und zurückhaltend ist hingegen die Kleidung der arabischen Airlines. Hier die Damen der Emirates Airline. © ap
Frau trägt Hose: In der heutigen Zeit haben die Flugbegleiterinnen die Wahl. Hose oder Rock, beides ist erlaubt. Schließlich gibt es heutzutage auch weibliche Flugkapitäne. Hier die Crew von British Airways. © ap
Die neue Kollektion von LTU wird vorgestellt. Jede Fluggesellschaft identifiziert sich auch über ihre Flugbegleiterinnen. Da ist die Kleidung ei n Markenzeichen. © ap
Für die Kleidung vom Personal gibt es inzwischen eigene Modenschauen. Nirgendwo ist es so abwechslungsreich wie bei der Air France. Der Modedesigner Christian Lacroix höchstpersönlich entwirft die Mode für die französische Fluggesellschaft. © ap
Auch dieses Kostüm für Air France wurde von Christian Lacroix entworfen. © ap
Für die Olympischen Spiele in Peking mussten die Stewardessen besonders in punkto Auftreten üben. Etikette und Stil sind ein absolutes Muss. © ap
Hier fühlt sich der Fluggast an die 70er-Jahre-Popgurppe  ABBA erinnert. Der Designer Yannis Tseklenis schuf die äußerst bunte Kleidung für die Olympischen Spiele. © ap
Diese Kostüme waren 1963 das Erkennungsymbol für die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines. © ap
Unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen von Air Berlin in einer schwarz-rot-weißen Kombination. © ap
Mit einem freundlichen Bordpersonal vergehen die Flüge viel schneller. © ap
Reizende Aussichten gibt es 1967 bei der amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines. © ap
Diese Dame von AirAsia berät die Passagiere in Kuala Lumpur (Malaysia). © ap
Das Model Jane Cartwright präsentiert die Mode für die Stewardessen von United Airlines 1963. © ap
Dieses Vierergespann begleitet die Fluggäste von Pacific Airways ab Hongkong. © ap
Hier legt der Designer Richard Tyler Hand an: Patricia Ringness präsentiert seine Mode für Delta Flight. © ap
Karo-Look ganz in Blau: Die Damen von Hungarian Airline sind unverkennbar gekleidet. © ap
Lufthansa-Uniformen aus verschiedenen Jahrzehtnen. Die Schnitte haben sich zwar geändert, trotzdem kommen die Stewardessen unverkennbar von der Lufthansa. © ap
Die Mode für Stewardessen von Richard Tyler wurde auf der Fashion Week in New York vorgestellt. © ap
Die Damen von United Air in Uniformen aus den 30er bis in die 50er Jahre. © ap
Freundlicher Service und eine Kleingkeit zu Naschen, da steigt jeder bei Air Berlin gerne in ein Flugzeug. © Air Berlin
Eine typische Crew der Fluggesellschaft Air Berlin. © Air Berlin
Stewardessen der Air Berlin sorgen für einen angenehmen Flug und verkürzen uns die langen Stunden in der Luft. © Air Berlin
Unverkennbar: Blaue Kostüme und gelbe Schrift, jede Fluggesellschaft hat ihr Erkennungszeichen. Das ist die Condor.  © Condor
Gerade auf Langstreckenflügen freuen sich die Fluggäste über ein nettes Wort oder eine kleine freundliche Geste. Flugbegleiterinnen (hier von Condor) haben oft eine Engelsgeduld. © Condor
Diese Damen eines Kaufhauses haben sich nur verkleidet. Im Rahmen einer Werbeaktion für eine Ruhezone hat ein Einkaufcenter sich das Innere eines Flugzeugs zum Vorbild genommen. © dpa
Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, mit zwei Flugbegleiterinnen. © dpa
Auch das gehört zu den Aufgaben einer Stewardess: Flugbegleiterinnen von Ryanair  bei einer Schulung. © dpa
Ein "Singapore Girl" von Singapore Airlines: Sie lächelt immer, ist nie gestresst, wie aus dem Ei gepellt und stets zu Diensten. © dpa
Die Stewardessen der Fluglinie "Aegean Airline S.A.", (von links) Elefcheria, Maria, Margaret und Ioanna, aufgenommen auf dem Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Air China gibt sich zu den Olympischen Spielen 2008 besondere Mühe. Diese Damen posieren am Flughafen von Peking. © dpa
Stewardessen der bahrainischen Fluggesellschaft Gulf Air stehen  in Bahrain auf der neugebauten Formel 1-Rennstrecke bei der Fahrerparade vor dem Großen Preis von Bahrain als Grid-Girls Spalier. © dpa
Von Quietschgelb bis Hellblau - die Lufthansa präsentiert 40 Jahre Mode am Himmel. © dpa
Blau-gelbe Uniform und flotter Kopfschmuck. So erkennt man die Damen von der Lufthansa sofort. © dpa
Manchmal wird es eng in den Gängen der Flieger. D ie Stewardessen von Thomas Cook haben gelernt auf engstem Raum zu arbeiten. © Thomas Cook

Air New Zealand erscheint erstmals unter den Besten. Eine schwere Katastrophe vom November 1979, als eine DC-10 bei einem Touristen- Rundflug in der Antarktis gegen eine Eisflanke prallte und 257 Menschen in den Tod riss, fällt mittlerweile aus der JACDEC-Bilanz, die immer nur die letzten 30 Jahre umfasst. Bis dahin hatte Air New Zealand seit ihrer Gründung fast 40 Jahre vorher noch keinen Passagier verloren.

Auf den letzten Plätzen unter den 60 großen Fluggesellschaften rangieren vier asiatische und zwei südamerikanische: Schlusslicht ist die brasilianische TAM mit der Ranking-Note 1,397, die seit 1980 sechs Unfälle mit insgesamt 336 Toten erlitt. Vor ihr rangieren China Airlines (Note 1,286) mit neun Abstürzen und 755 Toten, die erst 2001 gegründete brasilianische GOL Transportes Aéros (1,168) mit einem Absturz und 154 Toten, Saudi Arabian Airlines (1,030) mit vier Unfällen und 611 Toten sowie Garuda Indonesia mit der Note 0,960, zehn Unfällen und 309 Toten und Korean Air mit der Note 0,716, zehn Unfällen und 700 Toten.

Die schon 1933 gegründete Turkish Airlines - jahrelang Schlusslicht dieser Bilanz - ist auf den 53. Rang vorgerückt. Ihr letzter schwerer Unfall liegt mittlerweile 16 Jahre zurück. Und auch internationale Experten bescheinigen Turkish Airlines mittlerweile, gründlich umstrukturiert worden zu sein und in punkto Sicherheit und Zuverlässigkeit enorme Fortschritte gemacht zu haben.

Karl Morgenstern, dpa

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