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Cristiano Ronaldo wollte offenbar unbedingt zum BVB: Transfer scheiterte wohl nicht am Geld

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Von: Christoph Klaucke

Cristiano Ronaldo wollte offenbar unbedingt zu Borussia Dortmund wechseln. Der BVB hatte seine Gründe, einem Transfer eine Absage zu erteilen.

Dortmund – Findet Cristiano Ronaldo in diesem Sommer noch einen neuen Verein? Die Transfer-Spekulationen um den portugiesischen Weltstar heizen schon seit Wochen die Gerüchteküche an. Borussia Dortmund und auch der FC Bayern haben dem Offensivspieler von Manchester United bereits eine deutliche Absage für einen Wechsel erteilt. Ronaldo selbst wäre allem Anschein nach jedoch liebend gerne in den Pott gezogen.

Cristiano Ronaldo: Wechsel zum BVB forciert – wegen Champions League und Werbeeinnahmen

Cristiano Ronaldo hatte offenbar allen Grund einen Wechsel zum BVB anzustreben, wie die Sport Bild berichtet. Ein Argument für Ronaldo pro Borussia war demnach zweifelsfrei die Aussicht auf die Champions League. Allerdings gar nicht unbedingt sportlicher Natur, obwohl der 37-Jährige mit 183 Einsätzen und 140 Treffern sowohl Rekord-Spieler als auch Rekord-Torschütze der Champions League ist und seine Bilanz gerne ausbauen würde.

Es geht ums Geld, auch wenn der fünfmalige Weltfußballer bei einem kolportierten Gehalt von rund 29 Millionen Euro netto zu Abstrichen in Dortmund bereit gewesen wäre. Ronaldo braucht die Königsklasse um weiterhin königlich Kasse zu machen. Allein mit der Teilnahme verdient er Millionen, viele Zahlungen seiner Werbepartner sind daran gekoppelt. Für Ronaldo, der unter anderem für Nike, Clear (Shampoo), Binance (Kryptowährungen) und zahlreiche Eigenmarken wirbt, sind die Zahlungen deutlich wichtiger als das Gehalt, das er vom Klub kassiert.

Ronaldo wollte vor 80.000 BVB-Fans spielen

Ronaldo wurde dem BVB laut dem Bericht von einem Vertrauten seiner Berater-Agentur „Gestifute“ angeboten – und nicht von seinem persönlichen Berater Jorge Mendes. Auch deshalb konnte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wahrheitsgemäß sagen, dass es „keinen Kontakt zwischen den Beteiligten“ gebe.

Ronaldo wäre sehr gerne in die Bundesliga gewechselt, nach England, Spanien und Italien ist das deutsche Oberhaus die einzige Topliga, die in seiner Vita noch fehlt. Zudem soll ihn die Vorstellung vor über 80.000 Fans im Signal-Iduna-Park zu spielen, gereizt haben. Seinen Wechsel zum BVB hätte der Superstar werbewirksam inszenieren können.

Cristiano Ronaldo wäre wohl gerne zum BVB gewechselt.
Cristiano Ronaldo wäre wohl gerne zum BVB gewechselt. © Paul Currie/Imago

Ronaldo-Transfer abgelehnt: FC Bayern erkundigte sich bei Rangnick

Der BVB diskutierte offenbar intern kurz einen Transfer von Cristiano Ronaldo. Bei aller Qualität, die der 37-Jährige noch zweifelsohne mitbringt, entschieden sich die Bosse jedoch klar gegen den Deal – und zwar nicht aus finanziellen Gründen. Das Risiko wurde als zu groß eingestuft, Ronaldo hätte demnach alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen und in der Kabine für Diskussionen gesorgt – was auch schon bei Erling Haaland als Problem erkannt wurde.

Auch dem FC Bayern München wurde Interesse an einem Ronaldo-Transfer nachgesagt. Die Bayern erkundigten sich demnach im Umfeld von Ex-United-Coach Ralf Rangnick, wie sich Ronaldo in der Kabine verhält. Das Feedback war offenbar nicht positiv, auch deshalb war das Thema schnell vom Tisch. Hasan Salihamidzic erteilte Ronaldo eine Knallhart-Absage. (ck)

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