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Eintracht-Vorstand Axel Hellmann moniert kompletten Publikumsausschluss

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Von: Daniel Schmitt

Vermisst ein volles Waldstadion: Axel Hellmann.
Vermisst ein volles Waldstadion: Axel Hellmann. © imago images/Hartenfelser

Eintracht-Vorstandssprecher vermisst in einem glänzenden Jahr das Salz in der Suppe und spricht über eine mögliche Einführung der U21.

Frankfurt - Im Jahr 2021 70 Punkte, in dieser saisonübergreifenden Rechnung nur abgehängt von den Bayern und Dortmund, Überwintern in der Europa League – bei Eintracht Frankfurt dürften sie ausgesprochen zufrieden sein. Eigentlich. Denn, so Vorstandssprecher Axel Hellmann, sein Fazit falle „gemischt“ aus: „Ich kann nicht sagen, dass es durchgängig ein gutes Jahr war.“

Selbstverständlich, sportlich verlief 2021 für einen aufstrebenden Klub wie die Eintracht nah am Optimum, die verpasste Quali für die Champions League mal ausgeklammert, Hellmann aber zielte im vereinseigenen Podcast viel eher auf die belastenden Rahmenbedingungen ab. „Ohne Pandemie wären es rauschende, emotionale, leidenschaftliche Feste gewesen.“

Man freue sich zwar auch in diesen Zeiten über Siege, stets bleibe aber „ein Phantomschmerz zurück“. Es habe das Salz in der Suppe gefehlt, weil deutlich weniger Fans ins Stadion kommen durften – mit finanziellen Folgen, die der 50-Jährige noch einmal benannte: Die Situation sei „schwierig“, es bestehe die Gefahr, „dass der Verlust deutlich über 20 Millionen Euro liegt. Und wenn sich die Situation dramatisch entwickelt, kann er auch bei 30 Millionen sein.“ Entsprechend sei auch weiterhin „kostenbewusstes“ Handeln gefragt.

Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt: U21 wäre „sportliche sinnvoll“

Er, Hellmann, könne verstehen, dass die aktuelle Corona-Lage Vorsicht verlange und harte Maßnahmen ergriffen werden. Eine Publikumsreduktion etwa in Bundesligastadien sei nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz hält der Eintracht-Boss einen kompletten Fanausschluss für den falschen Weg: „Unser Hygienekonzept hat nachweislich hervorragend funktioniert und die Ansteckungsrisiken, vor allem unter freiem Himmel, sind bewiesenermaßen sehr gering. Daher haben diese Maßnahmen eher symbolpolitischen Charakter.“

Abschließend äußerte sich Hellmann zur möglichen Wiedereinführung einer U21, die Sportvorstand Markus Krösche vorantreibt. Auch er befürworte solch einen Schritt, so Hellmann, „aber man muss sich überlegen, wo das stattfinden kann.“ Am Riederwald oder am Stadion seien kaum Kapazitäten frei, ebenso wenig am Bornheimer Hang oder dem Brentanobad. „Da sind wir beim Thema Dreieich, wo es gehen würde, wo es aber den SC Hessen gibt.“ Eine Entscheidung solle bald fallen, um Anträge beim Hessischen Fußball-Verband rechtzeitig stellen zu können. Die Wiedereinführung werde „angestrebt“, sei „sportliche sinnvoll“, halbgar dürfe sie aber nicht sein. „Ganz oder gar nicht.“ (Daniel Schmitt)

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