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Eintracht-Gegner Leverkusen: Wieder auf der Überholspur

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Von: Daniel Schmitt

Durfte unter der Woche endlich mal Beine und Arme hochlegen: Bayer-Keeper Lukas Hradecky.
Durfte unter der Woche endlich mal Beine und Arme hochlegen: Bayer-Keeper Lukas Hradecky. © Ina Fassbender/AFP

Ausgeruhte Leverkusener kommen mit viel Tempo und Selbstvertrauen nach Frankfurt. Auch, weil Trainer Seoane ein altes Problem in den Griff gekriegt hat.

Exakt überliefert ist es nicht, wie sich Lukas Hradecky, der finnische Flieger in der Bayer-Bundesliga-Bude, am Donnerstagabend in die Horizontale begab. Eigentlich ist das überhaupt nicht überliefert, was – um ehrlich zu sein – das Gedankenspiel noch netter gestaltet. Hradecky also, der Stammtorwart, hatte von seinem Trainer die Sofalage verordnet bekommen, während sich die Leverkusener Kumpels in Budapest im Stadion von Ferencvaros mit 0:1 das abschließende Europa-League-Gruppenspiel verloren. Erholen sollte sich der Ballfänger ob des bereits feststehenden Achtelfinaleinzugs, daheim in den eigenen vier Wänden das Spiel schauen, womöglich vorher einen heißen Saunagang machen, um danach mit einem kühlen Blonden auszuspannen. Oder mit zwei, oder drei ...

„Lukas – das darf man bei den Nationalspielern nicht vergessen – hat nie frei gehabt“, erklärte der Leverkusener Trainer Gerardo Seoane: „Die anderen haben in der Länderspielperiode auch mal zwei drei Tage Pause, die Nationalspieler sind immer auf Reisen. Der gesamte Stress ist schon eine große Belastung.“

Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen: Lukas Hradecky setzt aus

Für Hradecky stand in Ungarn der Russe Andrey Lunev im Tor, konnte die Niederlage der Bayer-Ersatztruppe, die neben Hradecky auch Spielmacher Florian Wirtz und Torjäger Patrik Schick schonte, aber nicht verhindern. Sei’s drum. Denn nach einem starken Saisonstart und einer schwachen Zwischenphase ist Bayer trotz dieser Pleite wieder obenauf. Vor dem Gastspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Dazn) bei Hradeckys Ex-Verein, der Eintracht aus Frankfurt, strahlen die Leverkusener viel Selbstvertrauen aus. Sie sind Tabellendritter, haben die vergangenen vier Ligaspiele nicht mehr verloren (drei Siege, ein Remis) und sind zudem auf fremdem Rasen in dieser Runde noch ungeschlagen - als einziges Team. Daraus lässt sich schon mal Stärke saugen.

Vor allem sorgt die Offensive um Wirtz (5 Ligatore und 8 Assists) und Schick (12/3), aber auch um die Turbosprinter Moussa Diaby oder Jeremie Frimpong regelmäßig für Aufsehen, zuletzt wurde Fürth mit 7:1 aus dem Stadion geschossen. Frimpong, einer der wenigen eingesetzten Stammspieler in Budapest, verletzte sich jedoch kurz vor dem Abpfiff am Knöchel. Einsatz unwahrscheinlich.

Zudem stimmt die Balance im Leverkusener Spiel. Der einstige Pokalheld von Eintracht Frankfurt Hradecky musste erst 19 Gegentore in der Bundesliga schlucken, nur Freiburg, Mainz, Leipzig und die Bayern sind hinten stabiler. Das ist zwar kein herausragender Wert für Bayer, aber einer, der eine klare Verbesserung zu den vergangenen Spielzeiten veranschaulicht. Mit Leverkusen dürfte daher zwar nicht im Rennen um die Schale zu rechnen sein, sehr wohl aber in jenem um die Champions-League-Ränge.

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