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Eintracht Frankfurt: Muani kommt erst im Sommer - Transfer von Barkok und da Costa geplatzt

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Von: Ingo Durstewitz

Bleibt erst mal Adlerträger: Aymen Barkok (rechts).
Bleibt erst mal Adlerträger: Aymen Barkok (rechts). © AFP

Die Wechsel von Aymen Barkok nach Mainz und Danny da Costa nach Berlin platzen. Eintracht Frankfurt setzt die Saison weitgehend unverändert fort.

Frankfurt - Hinter dem Frankfurter Edeltechniker Aymen Barkok liegen aufregende, durchaus auch turbulente Tage fernab der Heimat. In der Vorbereitung auf den Afrika-Cup hatte sich der 23-Jährige nämlich bei der marokkanischen Nationalmannschaft mit dem Corona-Virus infiziert, was der Eintracht-Profi körperlich gut wegsteckte, ihn aber vor der Quarantäne nicht schützte. Die Erkrankung kostete ihn zunächst seinen Stammplatz, im Viertelfinale am Sonntag stand Barkok erstmals in der Startformation und hielt 104 Minuten durch. Es war freilich der letzten Auftritt im Turnier, denn Marokko unterlag 1:2 in der Verlängerung gegen Ägypten mit Superstar Mo Salah, der ein Tor selbst schoss und den Siegtreffer vorbereitete. Für Barkok das Ende der Reise.

Eigentlich wäre er schon am Dienstag wieder zu neuen Ufern aufgebrochen, nicht weit weg von seiner Frankfurter Heimat, eine gute halbe Stunde nur entfernt, aber es wäre ein weiterer tiefer Einschnitt in seinem Leben gewesen. Doch der angedachte Winterwechsel von der Eintracht zum FSV Mainz 05 ist auf den letzten Drücker geplatzt. Der Mittelfeldspieler wird demnach erst im Sommer ein neues Kapitel in Rheinhessen aufschlagen.

Wechsel von Aymen Barkok von Eintracht Frankfurt zum FSV Mainz wird vertagt

Dann läuft sein Vertrag in Frankfurt aus, und die Mainzer haben sich bereits die Dienste der Offensivkraft gesichert und sie mit einem Vertrag bis 2025 ausgestattet. Eintracht Frankfurt verliert den im eigenen Leistungszentrum ausgebildeten Fußballer ohne Entschädigungszahlung, Barkok wechselt ablösefrei.

Die Mainzer wollten den Rechtsfuß schon jetzt zu sich holen, mit Barkok war alles geklärt, und auch die Eintracht schien nicht abgeneigt, ihn vorzeitig abzugeben. So ließe sich zumindest das Gehalt für fünf Monate noch sparen. Am Montagmorgen schien es auf eine Vertragsauflösung in Frankfurt hinauszulaufen, doch dann gab es bei der Eintracht intern keinen Konsens darüber, den Spieler sofort ablösefrei ziehen zu lassen. Darauf freilich drängten die Nullfünfer. Letztlich platzte der Wechsel, er wird auf den Sommer vertagt.

Aymen Barkok: Glasner glaubt nicht, dass der Knoten noch mal platzt

Ob Barkok in Frankfurt noch einmal Fuß fassen wird in den kommenden Monaten, darf bezweifelt werden. Andererseits ist es nicht ausgeschlossen, dass er noch ein paar Spiele bestreiten wird. In der Offensive ist die Eintracht dünn besetzt. Die Sportliche Leitung hatte Barkok bereits vor Wochen mitgeteilt, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Coach Oliver Glasner sieht in dem Kreativspieler zwar einen prima Fußballer, schnell, ausdauernd, trickreich, kopfballstark, einer, der alle Eigenschaften mitbringt, ein Stammspieler in der Bundesliga zu sein. Doch zeigt er seine Fähigkeiten fast nur im Training, im Spiel setzt er sein Können zu selten ein, fällt dann stark ab. Daran sind bis jetzt alle Trainer verzweifelt.

Glasner glaubt nicht mehr daran, dass der Knoten noch mal platzt. Es gibt halt Spieler, die packen es einfach nicht – bei allem Talent. Barkok wird in Mainz einen neuen Versuch unternehmen.

Da hat Glasner bei Danny da Costa schon mehr Hoffnung, der 28-Jährige wird der Eintracht ebenfalls noch mindestens bis Saisonende erhalten bleiben. Der Wechsel des Rechtsverteidigers zu Hertha BSC ist nicht zustande gekommen. Das lag in erster Linie an dem Spieler selbst, der nicht wirklich heiß auf einen Transfer war.

Dafür wird Randal Kolo Muani ab Sommer bald sicher die Farben der Eintracht tragen. Der Stürmer des FC Nantes weilte am Montag in Frankfurt, um seinen Medizincheck zu absolvieren. Der 23-Jährige wird mit einem satten Fünfjahresvertrag ausgestattet. (Ingo Durstewitz)

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