Scheitert beim Elfmeter an Bochums Torwart Manuel Riemann: Frankfurts Stürmer Goncalo Pacienca. dpa
+
Scheitert beim Elfmeter an Bochums Torwart Manuel Riemann: Frankfurts Stürmer Goncalo Pacienca.

Auswärts-Niederlage

Eintracht Frankfurt verliert in Bochum – SGE-Profis in der Einzelkritik

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
    schließen
  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
    schließen

In der Fußball-Bundesliga wird es für die Frankfurter Eintracht allmählich ungemütlich. Sogar Aufsteiger VfL Bochum ist eine Nummer zu groß für die einfallslosen Hessen.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Kein Eintrag

So lala

Kristijan Jakic: Aggressiver Leader, unter Strom, lässt sich nichts gefallen. Viel unterwegs, nicht immer strukturiert, aber wer viel macht, macht auch ein paar Fehler. Noch vor der Pause verletzungsbedingt ausgetauscht.

Rafael Borré: Giftig, quirlig, unangenehm für den Gegner. Rieb sich auf, auch in so mancher Rudelbildung. Von Rexhbecaj übel am Oberschenkel erwischt. Klares Nachtreten, klare Rote Karte für den Bochumer. Stattdessen gab es Freistoß für Bochum. Muss man nicht verstehen. Warum nur schoss er nicht den Elfer? Hatte am Donnerstag doch noch so sicher verwandelt.

Kevin Trapp: Chancenlos beim 0:1, da tunnelte ihn der Ex-Frankfurter Blum (3.). Kann passieren. Hielt einen Kopfball von Polter, den muss er auch halten (24.). Mit einer merkwürdigen Aktion, als er den Ball nach einem schlechten Rückpass von Tuta im Spiel halten wollte, aber die Bochumer gefährlich ins Spiel brachte (53.). Kennt man mittlerweile. Ansonsten kaum geprüft, musste viele Rückpässe verarbeiten. Das sagt einiges über das Eintracht-Spiel aus.

Makoto Hasebe: Immer dabei, wenn es ums Reklamieren ging. Als Kapitän okay, aber sollte nicht zu viel Energie darauf verwenden. Nicht der Souverän wie noch vor wenigen Tagen in der Europa League gegen Olympiakos Piräus.

Tuta: Nicht immer auf der Höhe, ab und an mit ein paar Problemen. Aber ohne großen Bolzen. Aber großartige Grätsche gegen Polter (78.) – wäre das 0:2 gewesen. Das fiel dann in der Nachspielzeit.

Martin Hinteregger: Auch nicht immer auf der Höhe, beim 0:1 überspielt auf seiner Seite, war aber nicht sein Fehler. Nicht der große Rückhalt in der Abwehr.

Sebastian Rode: Mit Licht und Schatten, das ist jedoch nach so langer Verletzungspause relativ normal. Mit manch passablem Zuspiel, aber auch einigen Fehlpässen. Nach dem Spiel mit klarer Fehleranalyse, ist auch nötig.

Schwächelnd

Filip Kostic: Alleinunterhalter auf links, aber längst nicht so durchschlagend wie sonst. Hatte es auch schwer, wurde immer gedoppelt – mindestens. Anfangs gar nicht auf der Höhe: Dem 0:1 ging ein schlampiger Pass ins Aus voraus.

Djibril Sow: Läuft, macht, tut. Aber es kommt selten etwas Produktives heraus. Mitläufer im wahrsten Sinne des Wortes. Sollte ab und zu mal den Ball nach vorne spielen und nicht immer nur zurück oder quer. Wäre vielleicht keine schlechte Idee.

Goncalo Paciencia: Trüber Auftritt. Was hat er sich bei diesem Elfer gedacht, schlapp, schwach, fast in die Mitte. So kann man schießen, wenn man den Torwart ausguckt, das macht er aber nie. So wird es zum Glücksspiel. Kann auch mal schiefgehen, wie nun in Bochum. Mit einer Muskelverletzung nach einer knappen halben Stunde ausgetauscht.

Daichi Kamada: Quasi unsichtbar, selten am Ball, ohne Esprit. Zweikampfschwach, nicht spielprägend. Das sollte er aber sein. So ist es viel zu wenig – gerade bei seinen Qualitäten. Einmal im Pech: Nach einer feinen Einzelleistung drehte er den Ball an Pfosten (86.) – Künstlerpech.

Sam Lammers: Für Paciencia eingetauscht, machte er da weiter, wo er gegen Berlin aufgehört hatte. Mit unerklärlichen Stockfehlern, unsicher, schwach am Ball. Gar nicht im Spiel, ein Fremdkörper. Am Ende immerhin noch eine Kopfballchance.

Almamy Touré: Ein Abend zum Vergessen für den Franzosen: Das fing schon nach drei Minuten an: Verpasste es da, Gegenspieler Blum ins Abseits zu stellen – oder halt mit ihm mitzugehen und den Torschuss zu verhindern. So lief Blum alleine auf Trapp zu – und das Unheil nahm seinen Lauf. Völlig von der Rolle, unerklärliche Abspielfehler und Aktionen. Große Konzentrationsschwächen, Unsicherheitsfaktor. Unerklärlicher Auftritt.

Zu spät gekommen

A. Hrustic, J.P. Hauge. (dur/dani)

Das könnte Sie auch interessieren