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Tuta (links).

Tuta, Zalazar und Fahrnberger

Eintracht-Talente in der Corona-Krise: Perspektive bei den einen, Zweifel bei den anderen

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Der Brasilianer Tuta kehrt wegen der Corona-Krise nach Frankfurt zurück. Talent Framberger will es jetzt wissen.

  • Eintracht Frankfurt in der Corona-Krise*
  • Leihspieler der Eintracht: Tuta kehrt zurück, Zalazar fehlt die Perspektive
  • SGE-Talente mit Hoffnung: Framberger will es wissen

Nach der deftigen Abreibung gegen Young Boys Bern, 1:5 im Sommer 2019, war für den brasilianischen Verteidiger Tuta die Messe bei Eintracht Frankfurt erst einmal gelesen. Zu wankelmütig und unsicher trat der 20-Jährige in jenem Vorbereitungsspiel auf, über seine Seite brannte es mehrfach lichterloh, der junge Mann, schrieb die FR damals, sei einigermaßen überfordert gewesen.

Das blieb auch Adi Hütter nicht verborgen, der bald darauf zustimmte, den talentierten, aber unfertigen Verteidiger auf Leihbasis abzugeben. Rund drei Wochen später schloss sich der Südamerikaner dem belgischen Erstligisten KV Kortrijk an, bei dem er anfangs gar nicht zum Zug kam, zuletzt aber in 14 Partien in der Startformation stand und ein Tor erzielte. Anschließend legte Corona den belgischen Fußball lahm. „Ich befand mich in einer guten Phase und hatte meinen Platz gefunden“, wird der Profi auf der Eintracht-Homepage zitiert.

Eintracht: Neue Chance für Barkok - was passiert mit den anderen Leihspielern?

Wie es konkret weitergeht, weiß der Mann aus Sao Paulo nicht, die Liga in Belgien pausiert, er hält sich in Kortrijk fit. Dass die Runde zu Ende gespielt wird, ist unwahrscheinlich. Tuta wird also nach Frankfurt zurückkehren und wird bei der Eintracht einen neuen Anlauf nehmen. „Ich habe in Belgien weiter Fortschritte gemacht und würde mich freuen, diese auch bald bei der Eintracht zeigen zu können“, sagt er. „Ich hoffe, dass ich mich bald einbringen kann.“

Eintracht Frankfurt: Abwehrspieler Tuta - Perspektive in der Abwehr

Tuta ist sicherlich talentiert, und die Spielpraxis wird ihm geholfen haben, sich besser einzufinden. Ähnlich erging es ja auch Daichi Kamada, der durch seine Zeit in Belgien definitiv zu einem stärkeren Fußballer wurde. Für Tuta könnte von Vorteil sein, dass bei der Eintracht gleich drei Abwehrspieler auf die Zielgerade ihrer Karriere einbiegen, Kapitän David Abraham, 33, Stratege Makoto Hasebe, 36, und Haudegen Marco Russ, 34. Zumal die Eintracht zu ihrer Philosophie zurückkehren will, vermehrt mit jungen Spielern zu arbeiten. Die grundsätzliche Frage ist nichtsdestotrotz natürlich, ob der Brasilianer genügend Potenzial mitbringt, um sich in der Bundesliga durchzusetzen.

Bei Rodrigo Zalazar sind Zweifel zumindest angezeigt. Der Uruguayer wurde vor einem Jahr vom FC Malaga verpflichtet, mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet, aber nur drei Tage später nach Polen zu Korona Kielce ausgeliehen, wo der 20-Jährige nicht überzeugen konnte. Nur acht Einsätze stehen zu Buche, keiner über 90 Minuten. Aufgrund des aktuellen Corona-Stillstands ist die Leihe nun vorzeitig beendet worden. Dass der Mittelfeldspieler fortan in Frankfurt durchstartet, scheint wenig wahrscheinlich.

Auch Lukas Fahrnberger wird er erst einmal ein Azubi sein. Der 19-Jährige aus der eigenen A-Jugend soll einen Einjahresvertrag bei den Profis erhalten und vom zentralen Mittelfeldspieler zum linken Verteidiger umgeschult werden. „Dort wird mit mir gerechnet“, sagte er dem Portal Transfermarkt.de. „Hier rechne ich mir auch gute Chancen aus.“

Von Ingo Durstewitz

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

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