Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt.
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Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt.

Coronavirus

Eintracht: Fredi Bobic äußert sich zum Gesundheitszustand der infizierten SGE-Profis

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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Eintracht Frankfurt meldet zwei weiter Corona-Fälle. Bobic äußert sich zum Gesundheitszustand der Betroffenen.

  • Mannschaft von Eintracht Frankfurt in Quarantäne
  • Zwei weitere Corona-Infizierte bei Eintracht Frankfurt
  • Eintracht Frankfurt befand sich bereits im Individualtraining

Update, 31.03.2020, 11.12 Uhr: Bobic sagte in einem Interview mit hr1, dass es den vier infizierten Personen gut gehe: „Es geht ihnen wirklich sehr gut, sie waren alle schnell über den Berg. Einer von den vier hat gar nichts mitbekommen.“ 

Update, 24.03.2020, 09.24 Uhr: Bei Eintracht Frankfurt gibt es zwei weitere Corona-Infizierte, wie der Verein auf Twitter mitteilte. „Die letzten der insgesamt 60 #Corona-Testergebnisse des Teams sind da: Neben den zwei Spielern, die bereits positiv auf COVID-19 getestet worden sind, hat es auch zwei Staff-Mitglieder erwischt. Allen Betroffenen geht es den Umständen entsprechend aber soweit gut“, heißt es in der Mitteilung.

Update, 23.03.2020, 12.04 Uhr: Den beiden mit dem Coronavirus infizierten Fußballprofis von Eintracht Frankfurt geht es den Umständen entsprechend gut. „Es zeigen sich die typischen Symptome, aber es handelt sich um keinen kritischen Zustand“, sagte Fredi Bobic, Sportvorstand des Bundesligisten, am Sonntag in einem auf der Vereinshomepage veröffentlichten Interview. „Bald liegen uns auch die restlichen Testergebnisse vor.“ Deshalb könne es sein, dass noch der „eine oder andere Spieler“ dazukomme.

Eintracht Frankfurt: Gehaltsverzicht möglich

Ein „sehr spannendes Thema“ ist auch für den Eintracht-Sportchef ein möglicher Gehaltsverzicht. „Ich glaube, dass auch bei uns jeder seinen Beitrag leisten wird. Bei Eintracht Frankfurt und generell. Das ist ganz klar“, meinte Bobic. „Wir müssen jetzt schauen, wie es weitergeht.“ Man müsste erst untersuchen, wie groß der noch nicht absehbare finanzielle Schaden am Ende sein wird. „Die Spieler selbst haben von sich aus bereits positive Signale gesendet“, sagte er. „Ich bin kein Freund von Schnellschüssen, kann aber mit Sicherheit sagen, dass jeder seinen Solidaritätsbeitrag leisten wird.“

Falls es zu einem Abbruch der Bundesligasaison kommen sollte, wäre es auch ein wirtschaftlich hoher Schaden für die Eintracht. „Wir werden alles dafür tun und hoffen, dass wir auch weiter Fußball spielen können“, sagte Bobic. „Außerdem wollen wir natürlich irgendwann unseren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen auch wieder über andere Dinge sprechen als über das Coronavirus. Das macht ja auch den Sport aus.“

Eine schnelle Absage der Saison hält er noch nicht für erforderlich. „Ich glaube, dass es diesen Spielraum gibt. Nichtsdestotrotz sollte es unser Ziel sein, die Saison vorher zu Ende zu spielen“, meinte der Ex-Nationalspieler. „Sollte es anders kommen, gibt es sicher flexible Möglichkeiten, einen Spieler vertraglich über den Juni hinaus zu binden.“ In dieser Hinsicht seien nicht nur die Klubs, sondern auch die Bundesliga und die UEFA gefordert, weil derlei Maßnahmen das aktuelle Gesetz außer Kraft setzen würden.

Update, 21.03.2020, 18.30 Uhr: Ein zweiter Spieler des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Klub am Samstagabend bekannt, nannte wie beim ersten Fall der Hessen am Donnerstag den betroffenen Profi nicht namentlich. Nach Bekanntwerden des ersten positiven Falls wurden die komplette Mannschaft sowie der Staff und einige Mitarbeiter aus dem Teamumfeld den Tests unterzogen.

Bis dato sind 24 Tests ausgewertet, 23 davon negativ. „Die weiteren Ergebnisse folgen in den kommenden Tagen“, teilte die Eintracht auf Twitter mit.

Erstmeldung

Frankfurt - Die Bundesligamannschaft von Eintracht Frankfurt befindet sich wegen eines positiven Coronavirus-Falls in Quarantäne. Das hat der Verein am Donnerstagabend (19.03.2020) auf seiner Homepage mitgeteilt. Demnach hat sich ein Spieler mit dem Coronavirus angesteckt. Um welchen Spieler es sich handelt, teilte Eintracht Frankfurt nicht mit. 

Der Spieler hatte über Unwohlsein und typischen Kranheitssymptomen geklagt. Deshalb wurde ein Coronavirus-Test gemacht, der positiv ausfiel. Deshalb haben sich laut Eintracht Frankfurt die Spieler sowie der Staff und einige Mitarbeiter aus dem Teamumfeld in die obligatorische 14-tägige Quarantäne begeben. Sie alle werden sich zeitnah einem Test unterziehen. 

Eintracht Frankfurt: Aid Hütter schickt Mannschaft ins Individualtraining

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus hatte Adi Hütter, Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, das Team bereits zum Individualtraining gebeten, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Trotzdem muss die Mannschaft nun in Quarantäne.

„Vermutlich war das leider nur eine Frage der Zeit. Wir werden aber auch diese schwierige Situation überstehen“, sagt Sportvorstand Fredi Bobic. „Es kann jeden treffen! Und deshalb auch in diesem Zusammenhang ganz klar an alle Menschen: jeder muss Verantwortung übernehmen und zuhause bleiben.“

Eintracht Frankfurt nicht die erste Bundesliga-Mannschaft in Quarantäne

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten SC Paderborn in Quarantäne begeben, weil ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Wenige Tage später wurde auch der erste Fall bei der Mannschaft von Hertha BSC bekannt. Auch einige andere europäische Mannschaften wie Real Madrid oder Juventus Turin befinden sich aufgrund des Coronavirus in Quarantäne. 

In Europa ist der Spielbetrieb sämtlicher Fußball-Ligen ausgesetzt. Die Bundesliga pausiert zunächst bis zum 02.04.2020. Dann wollen die Vereine und die DFL erneut beraten und eventuell weitere Spieltage verlegen. Nach der Absage der Fußball-Europameisterschaft 2020 gilt eine längere Pause der Bundesliga als wahrscheinlich. 

Einer unserer Mitarbeiter war nah an Eintracht Frankfurt dran und er zählt bei der Coronavirus-Epidemie zur Risikogruppe. Ein mulmiges Gefühl.

Sie wollten in ihre Heimat - und sitzen nun fest: Die Corona-Pandemie hat drei Fußballer aus Argentinien am Flughafen Frankfurt stranden lassen.

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