FC Bayern München - Eintracht Frankfurt
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Stefan Ilsanker und Gelson Fernandes (links) von Eintracht Frankfurt reagieren nach Frankfurts Tor zum 3:1.

Klassenbuch

Eintracht Frankfurt gegen Bayern München: Die Einzelkritik

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt verliert im Geisterspiel gegen Bayern München. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Martin Hinteregger: Rekordtorschütze des Spieltags, machte gleich drei Treffer, einmal aber traf er auf der falschen Seite, bugsierte die Kugel ins eigene Netz – mit einer wahren Slapstickeinlage. Hat sich dabei zum Glück nicht verletzt. Brachte sein Team mit seinen zwei Toren nach Ecken, eines mit dem Fuß, eines per Kopf, kurzzeitig zurück ins Spiel, aber es sollte nicht reichen. Bemerkenswert: Schon acht Saisontreffer. Vielleicht sollte Hütter ihn mal in den Sturm stellen.

Sebastian Rode: Vieles war wie immer: Lief enorm viel, fegte dazwischen, rieb sich auf, und dann wieder mit überhasteten Aktionen, zu unstrukturiert. Aber, und das ist neu, er durfte Eckstöße treten, erfolgreich sogar, zweimal verwertete Hinteregger seine Hereingaben. Weiter so.

So lala

Kevin Trapp: Erneut eine undankbare Partie für den Keeper, hielt, was er konnte, etwa gegen Coman (63.), musste dennoch fünfmal hinter sich greifen. Gibt bessere Abende.

Mijat Gacinovic: Deutlich agiler und aggressiver als Kamada, den er auf die Bank verdrängte. Insgesamt eine Belebung, einmal zog er klugerweise gegen Neuer zurück, sonst hätte es wie einst bei Nübels Tritt ausgehen können. Hatte gar das 3:3 auf dem Fuß (68.), doch da scheiterte er, wie fast immer, einigermaßen kläglich am Abschluss.

Stefan Ilsanker: Wackerer Kämpfer, dieses Mal in der Innenverteidigung für den unpässlichen Kapitän Abraham, warf sich rein, zerrte und zupfte, am Ende schlug es dennoch fünfmal ein.

Schwächelnd

Danny da Costa: Durfte seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder mittun, daher mit einigen Abstimmungsproblemen, zu Beginn sehr nervös. Mit dem einen oder anderen gelungenen Seitenwechsel. Muss sich erst wieder einfinden – wenn der Trainer ihn lässt.

Evan Ndicka: Nicht immer auf der Höhe, vieles ging ihm zu schnell. Die große Bolzen unterliefen ihm nicht, aber auch keine große Hilfe.

Timothy Chandler: Kam für Ndicka rein, gab auf der ungewohnten Position hinten links sein Bestes, auch wenn es nicht immer zum Besten gereichte. Versuchte viel, wenig gelang.

André Silva: Sehr viel undankbarer geht es kaum, alleine auf weiter Flur, und dann noch auswärts bei den übermächtigen Bayern. Ließ sich zumindest nicht hängen, auch wenn er wenig Bälle hatte und kaum was gelang.

Gelson Fernandes: Nach langer Verletzungspause zurück, gleich als Kapitän aufgeboten. Lange Zeit quasi unsichtbar, dann mit der perfekten Vorlage zu Davies 2:4. Dumm gelaufen.

Almamy Touré: Man würde ihm mal ein beherzteres Einsteigen wünschen, beim 0:1 wieder mit Sicherheitsabstand. Wackelte wie schon in den Wochen zuvor.

Filip Kostic: Völlig von der Rolle, nahm im Grunde nicht am Spiel teil. Mit einer guten Einzelaktion: Sein Schuss hätte einen Treffer verdient gehabt – doch der Pfosten stand im Weg (83.). Symptomatisch irgendwie.

Zu spät gekommen

D. Sow, D. Kamada, B. Dost, E. Durm

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