Körperkontakt nach dem Frankfurter Führungstreffer.
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Körperkontakt nach dem Frankfurter Führungstreffer.

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Eintracht Frankfurt gewinnt in Wolfsburg

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Eintracht Frankfurt gewinnt das Auswärtsspiel in Wolfsburg mit 2:1. Silva und Kamada treffen für die Mannschaft von Adi Hütter.

Tiefes Durchatmen bei Eintracht Frankfurt: Das Team von Trainer Adi Hütter hat sich mit einem Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg dringend benötigte Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Hessen setzten sich bei den zuletzt starken Wölfen mit 2:1 (1:0) durch und feierten nach sechs Partien ohne Sieg wieder einen Dreier. Mit 32 Punkten müssen die Frankfurter aber weiter wachsam bleiben.

Der VfL ärgert sich über die verpasste Chance auf Punkte im Rennen um ein Europacup-Ticket. Der Mannschaft von Coach Oliver Glasner mangelte es nicht an Einsatzbereitschaft oder spielerischen Elementen. Vor allem die fehlende Durchschlagskraft vor dem Frankfurter Tor war aus Sicht der Gastgeber zu beklagen.

Eintracht Frankfurt: Führung durch Silva

Andre Silva brachte die Eintracht per Foulelfmeter in der 27. Spielminute in Führung. Der Portugiese war zuvor nach einer Flanke von Wölfe-Verteidiger Marin Pongracic umklammert und zu Fall gebracht worden. Der starke Kevin Mbabu traf in der zweiten Halbzeit per Kopf zum Ausgleich (58.). Der Japaner Daichi Kamada (85.) entschied die Begegnung zugunsten der Hessen. Frankfurts Lucas Torro (90.+5) sah noch die Gelb-Rote Karte.

Auch die Wölfe hatten sich nach zuletzt überzeugenden Auftritten mehr erhofft, das Team von Trainer Oliver Glasner bleibt mit 42 Zählern als Sechster aber auf Kurs Europacup. Den spielerisch überlegenen Gastgebern fehlte die nötige Durchschlagskraft vor dem Eintracht-Tor, um mehr als ein Unentschieden zu holen.

Beide Mannschaften lieferten sich viele Zweikämpfe im Mittelfeld, es dauerte bis zur ersten Torchance. Doch die hatte es dann direkt in sich: Wolfsburgs Josip Brekalo zog freistehend im Strafraum mit links ab, Kevin Trapp rettete im Frankfurter Tor in größter Not (20.).

Eintracht Frankfurt: Kamada trifft zum Sieg

Spätestens in der 42. Spielminute hätte das Glasner-Team treffen müssen, als Torjäger Wout Weghorst aus dem Gewühl an Trapp hängenblieb. Zuvor besaß jedoch die Eintracht auch eine exzellente Gelegenheit zum 2:0 - Mijat Gacinovic verzog nach Flankenlauf von Filip Kostic und ärgerte sich lautstark im leeren Stadion (40.).

Wolfsburg kam wütend aus der Halbzeitpause und forderte nach einem vermeintlichen Handspiel von Andre Silva einen Elfmeter. Doch Schiedsrichter Guido Winkmann erhielt kein Signal vom Videoschiedsrichter, auf den Punkt zu zeigen (53.). Fünf Minuten nach dem Ausgleich hatte der zuletzt treffsichere Pongracic freistehend aus kurzer Distanz die Wölfe-Führung auf dem Fuß, schoss aber über das Tor (63.), bevor Eintracht-Stürmer Gacinovic zu Beginn der umkämpften Schussphase an Koen Casteels scheiterte (74.).

Für die Eintracht geht es bereits am Mittwoch mit einem Nachholspiel in Bremen weiter. Wolfsburg hat bis Sonntag Pause und muss dann ebenfalls bei Werder ran. (sid)

Der Liveticker zum Nachlesen

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:1)

Aufstellung VfL Wolfsburg

Casteels - Mbabu , Pongracic , Brooks , Roussillon - X. Schlager , Arnold , R. Steffen , Joao Victor , Brekalo - Weghorst

Aufstellung Eintracht Frankfurt

Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Chandler, Gacinovic, Kohr, Rode, Kostic – Kamada, Silva

Tore

0:1 Silva (FE), 1:1  Mbabu, 1:2 Kamada

Schiedsrichter

Guido Winkmann (Kerken)

>>> TICKER AKTUALISIEREN <<<

97. Minute: Feierabend! Eintracht Frankfurt holt den Dreier! Das verschafft eine kleine Atempause.

95. Minute: ... Torro fliegt mit Gelb/Rot vom Platz.

94. Minute: ... 

92. Minute: Kostic zieht das Foul. Das bringt Zeit.

90. Minute: Es gibt vier Minuten drauf

90. Minute: Hinteregger mit dem 699. Befreiungsschlag.

88. Minute: Ecke für Wolfsburg... Kamada klärt. Per Kopf! De Guzman kommt für den Japaner.

86. Minute: Geht da was? Noch vier Minuten ist die Eintracht von der kleinen Sensation entfernt.

85. Minute: Langer, hoher Ball auf Dost, der legt mit dem Kopf auf Kamada auf und der Japaner bringt die Eintracht in Führung. 2:1!

83. Minute: Gacinovic geht, Sow kommt. 

80. Minute: Positionstreue Wechsel bei der Eintracht. Am Spielsystem ändert sich nichts. Immerhin hat man die Partie jetzt wieder besser im Griff.

77. Minute: Adi Hütter wechselt. Fernandes, Dost und Torro kommen. Rode, Silva und Kohr gehen.

74. Minute: Da! Eine Chance für die Eintracht. Gacinovic... naja, Gacinovic halt. Vergeben.

72. Minute: Silva ist einfach kein Konterstürmer. Dem Portugiesen mangelt es sicher nicht an Technik - aber an Schnelligkeit. Ein ums andere Mal wird der Eintracht-Stürmer abgelaufen.

69. Minute: Die fünfte Gelbe gegen die Eintracht. Der Chronist weiß nicht mehr, wer alles vorbelastet ist.

68. Minute: Und Kamada verdaddelt den nächsten Konter.

66. Minute: Die Struktur ist jetzt völlig raus bei der Eintracht. Nur noch lange Bälle nach vorne, wo Silva ganz auf sich alleine gestellt ist. 

63. Minute: Und fast die Führung für Wolfsburg. Eine Kopie des Ausgleichs, diesmal geht der Ball aber drüber. 

60. Minute: Wie sagt man so schön? Nicht unverdient, der Ausgleich für die Hausherren. Bei der Eintracht ist keine Linie mehr im Spiel.

58. Minute: Da ist es passiert. Freistoß von rechts, Mbabu mit dem Kopf zum Ausgleich. Das war schlecht verteidigt. 1:1.

56. Minute: Konterchance für Silva, aber „Kante“ Brooks läuft ihn ab.

53. Minute: Glück für die Eintracht. Silva geht mit dem Oberarm zum Ball, der VAR empfiehlt aber wohl, dass es keinen Elfmeter gegen die Eintracht gibt. Man weiß es nicht so genau, weil man ja nicht erfährt, was da so geredet wird.

51. Minute: Positiv der Spielstand. Der ist unverändert

48. Minute: Eintracht Frankfurt kommt etwas schläfrig aus der Pause.

46. Minute: Es geht weiter in Wolfsburg. 14:4 Torschüsse waren es in den ersten 45. Minuten - für Wolfsburg. Nicht immer führt der, der mehr vom Spiel hat.

Halbzeit in Wolfsburg: Eine durchaus flotte Partie, in der die Eintracht mit 1:0 führt. Silva trifft per Foulelfmeter. Eintracht Frankfurt zeigt sich sehr kämpferisch, auch wenn Wolfsburg zum Ausgleich hätte kommen können. Aber Kevin Trapp macht bislang eine prima Partie für die Hessen. Frankfurt verteidigt gut, ist aber bei den Kontern oftmals nicht entschlossen genug. Das alte Problem der Eintracht sind die schlampigen Anspiele - auch heute. Wolfsburg mit Qualität und immer gefährlich.

42. Minute: Es brennt lichterloh im Strafraum der Eintracht - aber Trapp kann zweimal löschen.

41. Minute: Kostic kommt über links, legt perfekt auf Gacinovic auf ... aber am Ende ist es Gacinovic. Chance vergeben.

40. Minute: Wolfsburg kommt jetzt besser ins Spiel. Noch steht die Abwehr der Eintracht, aber der Druck wächst.

35. Minute: Kamda sieht Gelb. Wegen Foulspiel. Kamada! Man stelle sich das vor.

33. Minute: Immer wieder Konter der Gastgeber. Bislang fehlt da aber die Zielsicherheit im Abschluss. 

32. Minute:  Schlager zieht aus 30 Metern ab - knapp vorbei.

29. Minute: Mal wieder eine Führung für die Eintracht. Ganz anders als im Spiel gegen Freiburg macht man diesmal aus keiner Chance ein Tor.

27. Minute: Elfmeter für die Eintracht. Silva kommt zu Fall. Winkmann pfeift spät, aber berechtigt. Der Gefoulte tritt selbst an... und trifft! 1:0 Eintracht.

24. Minute: Jetzt verdaddelt Kamada die Chance zum Konter. Schreibtman „verdaddelt“ so?

23. Minute: Kohr mit einer Mini-Chance auf einen Angriff über rechts. Nichts wird draus.

20. Minute: Konter der Hausherren. Brekalo zieht ab - aber Trapp mit guter Reaktion. Das war knapp.

18. Minute: Das macht die Eintracht bislang ganz gut.  Ein Ausgeglichenes Spiel bisher.

17. Minute: Erster Eckstoß für Eintracht Frankfurt. Ohne Folgen für die Wolfsburger und die Eintracht.

16. Minute: Dummes Foul von Kohr 20 Meter vor dem Tor. Trapp hält den Freistoß.

13. Minute: Erste kleine Chance für Wolfsburg - der Ball geht aber ins Aus.

10. Minute: Winkmann hat einiges zu tun. Wolfsburg langt nicht schlecht hin.

8. Minute: Erste Chance für die Eintracht. Kamada passt flach in die Mitte - wird aber nichts draus.

5. Minute: Erster Eindruck: Gallig sind sie, die Mannen von Adi Hütter.

3. Minute: Noch kein Gegentor. Immerhin

+++ ANPFIFF IN WOLFSBURG

+++ 15.29 Uhr: Die Mannschaften betreten den Platz. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass es gleich los geht.

+++ 15.28 Uhr: Adi Hütter: „Nach vorne werden wir immer unsere Tormöglichkeiten herausspielen können“. Nach hinten wär‘s auch komisch.

+++ 15.25 Uhr: Es ist wie immer vor dem Spiel: Diese völlig irrationale Hoffnung, dass da, gegen alle Logik, doch was gehen könnte.

+++ 14.55 Uhr: Nochmal zur (schmerzhaften) Erinnerung: Eintracht Frankfurt ist seit mittlerweile sechs Partien sieglos. Ein Sieg heute wäre also... ein Dreier.

+++ 14.40 Uhr: Adi Hütter beginnt also mit einer Spitze (Silva). Dahinter dürften Gacinovic und Kamada für Impulse in der Offensive sorgen. So zumindest der Plan. So zumindest unsere Vermutung. Soviel zur Theorie.

+++ 14.20 Uhr: Und hier ist die Mannschaft, die Adi Hütter in die Partie gegen Wolfsburg schickt

+++ 14.10 Uhr: Die Mannschaft ist in Wolfsburg angekommen. Und dort sieht es eigentlich aus wie immer ...

+++ 13.40 Uhr: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen ist davon überzeugt, dass die Eintracht keine Probleme bekommen wird, wie die „hessenschau“ meldet. „Die Eintracht hat erstklassige Kompetenz auf dem Trainerposten und erstklassige Kompetenz im Management. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Bei der Eintracht ist alles in bester Ordnung.“ Das erinnert dann doch an die letzte Abstiegssaison - unter Heribert Bruchhagen. Auch da war man lange Zeit völlig ohne Sorge.

Eintracht Frankfurt in Wolfsburg: DFB gibt Schiedsrichter bekannt

+++ 12.50 Uhr: Der Schiedsrichter steht fest. Die Partie wird von Guido Winkmann gepfiffen. 

TWEET Eintracht

Update vom Samstag, 30.05.2020, 11.40 Uhr: Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter will die körpernahen Jubelszenen in den Geisterspielen der Fußball-Bundesliga nicht verurteilen. „Ich finde das alles immer noch im Rahmen. Man sollte da nicht zu kritisch sein. Man muss sich nicht in den Armen liegen, aber wenn man sich freut, finde ich das legitim“, sagte der Österreicher am Freitag. Entgegen den Empfehlungen der Deutschen Fußball Liga hat es zuletzt immer wieder Spieler gegeben, die sich nach einem Tor umarmen.

Update vom Freitag, 29.05.2020, 10.36 Uhr: Für Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt wird die Partie gegen den VfL Wolfsburg wieder einmal eine Begegnung mit seinem Ex-Verein. Denn der 36 Jahre alte Japaner startete sein Abenteuer Bundesliga bei den Wölfen. 2009 gewann er mit dem VfL die Deutsche Meisterschaft und wurde 2011 sogar für wenige Minuten zum Torwart der Wölfe

Update vom Donnerstag, 28.05.2020, 20.10 Uhr:  Eintracht Frankfurt konnte mit dem 3:3 gegen den SC Freiburg nach fünf Niederlagen zwar keinen Befreiungsschlag landen, zumindest aber den freien Fall stoppen. Das Problem der Eintracht ist – ungeachtet der Corona-Pause – die sportliche Belastung. Bislang wurden schon 46 Pflichtspiele absolviert, bis zum 20. Juni stehen ausschließlich Englische Wochen auf dem Programm.

Vorbericht: Eintracht Frankfurt seit sechs Bundesligapartien ohne Sieg

Erstmeldung vom Montag, 25.05.2020, 12.58 Uhr: Frankfurt - Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen nicht sein. Der VfL Wolfsburg geht mit breiter Brust und einem 4:1-Sieg über Bayer Leverkusen in die Partie gegen Eintracht Frankfurt(Samstag 30.05.2020, 15:30 Uhr,im TV und Stream).  Dabei hatten sich die Niedersachsen den Sieg bei der eigentlich favorisierten Werkself redlich verdient. Dank einer starken defensive und einer konzentrierten Leistung im Spiel nach vorne fiel der Sieg auch in dieser Höhe absolut verdient aus.

Ganz anders die Situation bei Eintracht Frankfurt. Seit nunmehr sechs Bundesligapartien ist die Truppe von Adi Hütter ohne Sieg, fünf Begegnungen gingen sogar verloren. Erst am vergangenen Dienstag konnte in einem wilden Spiel in Frankfurt dem SC Freiburg zumindest ein Punkt abgejagt werden. Trotzdem ist Eintracht Frankfurt nach ordentlichem Start in die Rückrunde der Abstiegszone immer näher gerückt. 

Eintracht Frankfurt: Der Punkt gegen Freiburg hilft kaum weiter

Das Remis gegen den SC Freiburg hilft Eintracht Frankfurt in der Tabelle also nicht wirklich weiter, stärkt vor den wieder einmal Richtung weisenden Spielen in Wolfsburg und vor allem in Bremen aber zumindest die Moral.

Eintracht-Trainer Adi Hütter wirkte nach dem wilden Spektakel gegen den SC Freiburg* folglich nicht besonders glücklich. Trotz der späten Aufholjagd fühlte sich das 3:3 (1:1) für den Coach von Eintracht Frankfurt wie eine Niederlage an. „Wir wollten unbedingt gewinnen und einen Befreiungsschlag landen, die Mannschaft hätte ihn sich verdient gehabt“, sagte Hütter, um dann zur Erkenntnis zu kommen: „Es sind zwei verlorene Punkte.“

Eintracht Frankfurt mit Schicksalsspiel gegen Bremen

Seit dem 5:0 gegen den FC Augsburg am 7. Februar hat Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga nicht mehr gewonnen - und spätestens jetzt sind die Hessen endgültig im Abstiegskampf angekommen. „Jetzt ist es wichtig, dass wir mal wieder zu Null spielen und drei Punkte mitnehmen“, forderte Mittelfeldspieler Timothy Chandler genau das, was Spieler in solchen Situationen zu sagen pflegen.

Der Druck auf die Eintracht und den Trainer jedenfalls nimmt immer mehr zu. Jetzt also müssen die Frankfurter beim derzeit bärenstarken Tabellensechsten VfL Wolfsburg antreten, danach steht das Nachholspiel beim Vorletzten Werder Bremen an. Spätestens dann kann man wohl von einem Schicksalsspiel reden.

Von Stefan Krieger

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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