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Matthäus traut Eintracht Frankfurt zu, die Bayern zu stürzen und Meister zu werden

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Von: Marcel Schwenk

Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus (re.) traut Eintracht Frankfurt um Trainer Oliver Glasner (li.) die Meisterschaft zu
Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus (re.) traut Eintracht Frankfurt um Trainer Oliver Glasner (li.) die Meisterschaft zu © Imago/Eibner

Lothar Matthäus bescheinigt Eintracht Frankfurt eine positive Entwicklung und hält die SGE für einen Kandidaten im Rennen um die Meisterschaft.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt steht in der Bundesliga auf einem starken zweiten Tabellenplatz und hat die Champions-League-Plätze fest im Blick. Aber ist vielleicht sogar noch mehr drin für die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner? Schließlich ist der FC Bayern München nur fünf Zähler entfernt. 

Und nach dem Gastspiel von Eintracht Frankfurt in Freiburg am Mittwoch (25. Januar) steht am Wochenende auch noch das direkte Duell an. Die Möglichkeit wäre also gegeben, den Abstand zu verkürzen.

Eintracht Frankfurt: Matthäus lobt „einzigartigen Spirit“

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus beschreibt das in seiner Sky-Kolumne ähnlich. „Das wird kein einfaches Spiel für die Bayern und selbstverständlich könnte es die Eintracht sein, die nach einer gefühlten Ewigkeit dafür sorgt, dass nicht wieder Bayern Meister wird“, so der 61-Jährige.

Am Main sei in den vergangenen Jahren etwas gewachsen. Eintracht Frankfurt gehöre neben Dortmund und Leipzig zu den Vereinen, „die, die Power, Spieler, Fans und Voraussetzungen dafür haben“.

Dass es kaum kompliziertere Aufgaben im deutschen Profifußball geben dürfte, weiß aber auch Matthäus: „Dass das extrem schwer ist, hat man in den letzten zehn Jahren gesehen. Ich finde zwar, dass RB und Dortmund eher die Herausforderer sind, aber wer so erfolgreich ist wie Frankfurt und diesen einzigartigen Spirit hat, der kann Deutscher Meister werden.“

Eintracht Frankfurt: Matthäus von individueller Qualität angetan

Um den Serienmeister aber wirklich vom Thron zu stoßen, bedarf es vor allem eines: Konstanz. „Sie müssten über eine ganze Saison stabil und ohne jede Schwankung durchspielen. Es muss keine perfekte Saison sein, aber eine, bei der man nicht wie Dortmund in den letzten Minuten drei Tore gegen Bremen kassiert, drei Heimspiele in Serie nicht gewinnt, die direkten Duelle mit Bayern ständig verliert. Keine Fehler, keine Stolperer, keine Aufs und Abs. Einfach 34 Partien auf bestem Niveau durchspielen“, macht Matthäus deutlich.

Über die dafür notwendigen Einzelspieler verfüge Eintracht Frankfurt, dasselbe gelte für die Fähigkeit, Widrigkeiten zu überwinden. „Was in Frankfurt entstanden und gewachsen ist, ist trotz vieler Wechsel auf den wichtigsten Positionen beeindruckend. Und was Mario Götze, Jesper Lindström, Randal Kolo Muani, Kevin Trapp oder Daichi Kamada veranstalten, ist einfach herrlich anzuschauen“, schwärmt der langjährige Bayern-Profi.

Und dann wäre da ja auch noch die Stichelei von FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom vergangenen Sonntag. Dieser bescheinigte Eintracht Frankfurt im „Doppelpass“ zwar eine gute Entwicklung und hat sie auch auf der Rechnung – allerdings erst, „wenn man über den Fußball in den kommenden Jahren spricht“. „Das macht er nur, wenn er den Gegner sehr ernst nimmt“, stellt Matthäus dazu fest. Unterschätzt werden sollte Eintracht Frankfurt sowieso nicht mehr. (masc)

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