Ragnar Ache (l.) ist bei Eintracht Frankfurt derzeit außen vor.
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Ragnar Ache (l.) ist bei Eintracht Frankfurt derzeit außen vor.

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Eintracht-Stürmer bei Trainer Glasner chancenlos - Flucht im Winter?

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Ein Offensivspieler von Eintracht Frankfurt spielt unter Trainer Oliver Glasner keine Rolle. Ein Abgang im Winter könnte zum Thema werden.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt konnte in der Bundesliga beim FC Bayern München einen Befreiungsschlag landen, der genau zur richtigen Zeit kam. In der Länderspielpause hat sich die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner nun neu gesammelt und will in den nächsten Wochen weiter angreifen. Das nötige Selbstvertrauen ist durch den Auswärtssieg in der Allianz Arena natürlich reichlich vorhanden. Ein Spieler, der aber vermutlich auch in den nächsten Spielen bei der SGE keine große Rolle spielen wird, ist Ragnar Ache.

Der 23-Jährige kam vor etwas mehr als einem Jahr von Sparta Rotterdam zu Eintracht Frankfurt und sollte sich zu einer Alternative im Sturmzentrum entwickeln. In den Niederlanden und bei der deutschen U21-Nationalmannschaft deutete er sein immenses Potenzial bereits an. Bei Olympia 2021, das für die DFB-Auswahl mit einer herben Enttäuschung endete, war Ragnar Ache einer der wenigen Lichtblicke. Der Angreifer erzielte zwei Treffer in drei Partien und beeindruckte durch seine Schnelligkeit und körperliche Wucht.

Eintracht Frankfurt: Ragnar Ache benötigt Spielpraxis

Bei Eintracht Frankfurt kommt Ragnar Ache aber nur selten zum Einsatz. Trainer Oliver Glasner setzt in der Offensive auf andere Spieler und hat offenbar keine Verwendung für den 23-Jährigen, der sich mit Kurzeinsätzen zufriedengeben muss – wenn überhaupt. In der aktuellen Saison kommt Ache auf drei Einsätze und insgesamt 23 Minuten Spielzeit in der Bundesliga. Für die Europa League hat ihn die SGE erst gart nicht nominiert.

Seit Ende August stand Ache keine einzige Sekunde mehr auf dem Feld: zu wenig für einen jungen Spieler, der Spielpraxis benötigt, um sich weiterentwickeln zu können.

Eintracht Frankfurt: Ragnar Ache nur Stürmer Nummer vier

In der Stürmer-Hierarchie stehen die Neuzugänge Rafael Borré und Sam Lammers und auch Rückkehrer Goncalo Paciencia vor Ragna Ache, für den sich die unbefriedigende Situation in naher Zukunft wahrscheinlich nicht verändern wird. Eine Möglichkeit wäre ein Wechsel im Winter – womöglich auf Leihbasis, um anderenorts Spielpraxis zu erhalten und anschließend einen neuen Anlauf bei Eintracht Frankfurt zu nehmen.

Unterdessen spricht Kapitän Sebastian Rode im FR-Interview über die neue Eintracht Frankfurt, die gedämpften Ambitionen, den Streik von Starspieler Filip Kostic und seine ganz persönliche Leidensgeschichte. Ein Leistungscheck der geholten Neuzugänge von Eintracht Frankfurt, der – vorab verraten – Spielraum für Steigerungen lässt. (smr)

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