SGE in der Bundesliga

Eintracht Frankfurt: Straffes Restprogramm im Kampf um die Klasse

  • Melanie Gottschalk
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Ein Blick auf die Gegner von Eintracht Frankfurt verspricht Spannung in den kommenden Wochen. Die SGE muss punkten, sonst ist der Klassenerhalt in Gefahr. 

  • Eintracht Frankfurt und die Sorge um den Klassenerhalt nach Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach
  • Mehrere Schlüsselspiele gegen direkte Konkurrenten 
  • Straffes Restprogramm – doch Punkten ist Pflicht

Frankfurt - Am vergangenen Wochenende hat die Fußball-Bundesliga trotz der anhaltenden Corona*-Krise unter strengen Auflagen den Re-Start gewagt. Für Eintracht Frankfurt stand das Duell mit Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. In ihrem letzten Spiel vor der Zwangspause gegen den FC Basel in der Europa League wirkte die SGE ausgelaugt, ideenlos und unsicher. 

Nach neun Wochen Pause hofften viele Fans auf die Mannschaft, die sie noch zu Beginn des Jahres sahen, die Mannschaft, die sich kämpferisch und voller Siegeswillen präsentiert. Doch sie wurden bitter enttäuscht. Nach einem glanzlosen Auftritt der Eintracht mussten sich die Adler mit 1:3 gegen die Fohlen vom Niederrhein geschlagen geben. Zwar haben die Hessen noch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, doch sollten sie in den kommenden Wochen nicht punkten und die Konkurrenz weiter unten schon, kann die SGE ganz schnell tief in die unteren Plätze reinrutschen. 

Eintracht Frankfurt steckt im Abstiegskampf – dieses Restprogramm erwartet die SGE

Dann hieße es Abstiegskampf statt Kampf um Europa. Das hatten sich viele wohl zu Beginn der Saison und dem geglückten Start anders vorgestellt. Erklärtes Ziel von Eintracht Frankfurt ist mittlerweile der Klassenerhalt. Einige Partien, die noch auf dem Plan stehen, werden durch die aktuelle Ausgangssituation damit zu Schlüsselspielen. Das straffe Restsprogramm der SGE verspricht einiges an Spannung. 

Am 27. Spieltag, also am kommenden Wochenenden, muss Eintracht Frankfurt zu Rekordmeister FC Bayern München reisen. Da werden Erinnerungen an das Hinspiel wach. Am 02.11.2019 gelang der SGE nämlich ein Coup gegen den FCB, am Ende unterlag der Rekordmeister den Adlern mit 5:1. Ein halbes Jahr später sieht die Situation jedoch anders aus und es dürfte fast unmöglich werden, gegen die Münchner auch nur einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Auch wenn Eintracht Frankfurt immer mal wieder für eine Überraschung gut war und ist. 

Danach geht es gegen den SC Freiburg im heimischen Waldstadion und Auswärts gegen den VfL Wolfsburg. Beides keine leichten Gegner, die aktuell um das internationale Geschäft spielen. Die Eintracht müsste also definitiv eine Schippe im Vergleich zum letzten Spiel drauflegen, wenn sie gegen Freiburg und Wolfsburg punkten wollen. 

Eintracht Frankfurt muss noch gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf ran

Danach kommt es zu einer Reihe an Schlüsselspielen, in denen schon eine Vorentscheidung fallen könnte. Denn sowohl Werder Bremen (Tabellenplatz 17, 18 Punkte), als auch Mainz 05 (Tabellenplatz 15, 27 Punkte) und Hertha BSC (Tabellenplatz 11, 31 Punkte) als direkte Konkurrenten wollen den Klasssenerhalt unbedingt schaffen. Sollte Eintracht Frankfurt dort nicht punkten, könnte es schlecht aussehen. 

Nach dem Heimspiel gegen Schalke 04 am 32. Spieltag warten dann noch noch der 1. FC Köln und der SC Paderborn auf Eintracht Frankfurt. Köln wurde zur Winterpause als klarer Abstiegskandidat gehandelt, hat sich aber zum Start der Rückrunde aus der Gefahrenzone rausgearbeitet und ist mittlerweile mit 33 Punkten und Tabellenplatz 10 schon fast gerettet. Anders sieht die Situation beim SC Paderborn aus, die mit 17 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stehen, rechnerisch aber noch die Möglichkeit auf den Klassenerhalt haben. 

Straffes Restprorgramm für Eintracht Frankfurt – Duelle gegen direkte Konkurrenten entscheidend 

Eintracht Frankfurt hat also ein schwieriges Restprogramm vor der Brust, hinzu kommt am Mittwoch, 10.06.2020, auch noch das Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München. Nach der schlechten Vorstellung am vergangenen Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach geht das Schreckgespenst Abstiegskampf um.  

Entscheidend werden die Duelle gegen die direkten Tabellennnachbarn Anfang Juni sein. Da muss Eintracht Frankfurt dann spätestens punkten, wenn die Hessen am Ende nicht den Weg in die Zweitklassigkeit antreten wollen. Doch die Hoffnung bleibt, denn die Diva vom Main hat in dieser Saison schon mehrfach bewiesen, dass sie vor allem auch gegen große Gegner bestehen kann. 

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Rubriklistenbild: © dpa/Michael Probst

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