Danny da Costa im Eintracht-Trikot: Nach seiner Ausleihe nach Mainz trägt er ab dem Sommer wieder den Adler auf der Brust.
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Nach der Ausleihe nach Mainz: Danny da Costa trägt ab dem Sommer wieder den Adler auf der Brust.

SGE

Leihspieler von Eintracht Frankfurt: So lief ihre Saison – Wer zurückkehren wird

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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Eintracht Frankfurt hat bis zum Sommer sieben Profis an andere Vereine ausgeliehen. Für einige verlief die Saison vielversprechend.

Frankfurt ‒ Im vergangenen Sommer musste der ehemalige Sportvorstand Fredi Bobic den Kader von Eintracht Frankfurt deutlich verkleinern. Dabei wurden zunächst fünf SGE-Profis für die Spielzeit 2020/21 an andere Vereine ausgeliehen. Im Winter folgten dann auch noch Dominik Kohr und Danny da Costa, die auf Leihbasis für ein halbes Jahr über den Rhein an Mainz 05 ausgeliehen wurden. In wenigen Wochen, am 30. Juni 2021, enden die Leihverträge. Wie lief die vergangene Saison für die EIntracht-Leihspieler und wer kehrt im Sommer nach Frankfurt zurück?

Bereits nach einer ersten Bilanz der Eintracht-Leihspieler in der Winterpause schien sich der Wechsel für die meisten auszuzahlen, denn sie zeigten überzeugende Leistungen und waren für die jeweiligen Vereine häufig im Einsatz.

Eintracht Frankfurt: Da Costa und Kohr überzeugen in Mainz - einer kehrt sicher zurück

Das verliehene Duo da Costa und Kohr konnte sich in Mainz beweisen. Bei Danny da Costa steht die Rückkehr bereits fest, er hat noch bis Ende Juni 2022 einen gültigen Vertrag bei den Adlern. Der Vertrag von Dominik Kohr läuft sogar noch bis 2024. Der Coach von Mainz 05, Bo Svensson, ist allemal zufrieden mit den Leihgaben der Eintracht. „Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Jungs. Die haben uns das gegeben, was wir erhofft haben. Fußballerische Qualität, aber auch menschliche Qualitäten“, sagt Svensson. „Ich weiß, dass ich mich total auf sie verlassen kann.“

Danny da Costa (Mainz 05) - Der neue Eintracht-Sportvorstand, Markus Krösche, gab bereits bei seiner Vorstellung am 1. Juni bekannt, dass Danny da Costa im Sommer an den Main zurückkehren wird. „Er hat gute Leistungen in Mainz gebracht und kann mit seinen Fähigkeiten helfen, unsere Ziele zu erreichen“, erklärte Krösche. Da Costa stand seit Januar 2021 insgesamt 16 Mal für Mainz 05 auf dem Platz. Nur einmal in Bremen spielte er nicht, weil seine Frau damals das erste Kind zur Welt brachte.

Dominik Kohr (Mainz 05) - Dominik Kohr konnte seine sportlichen Stärken bei Eintracht Frankfurt bisher nie richtig abrufen. In Mainz konnte er sein Glück erst einmal finden. Kohr wurde im zentralen Mittelfeld der Fixpunkt des Mainzer Spiels, stand bei allen 17 Spielen auf dem Platz und erzielte einen Treffer. Er leistete einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die 05er den Klassenerhalt geschafft haben und hat sich in Mainz zu einem Führungsspieler entwickelt. Trotz Trainerwechsel und Neustart bei der SGE gibt es für Kohr neben den Eintracht-Stammkräften Makoto Hasebe, Sebastian Rode und Djibril Sow und dem aus St. Pauli zurückkehrenden Rodrigo Zalazar aktuell keinen Platz im Frankfurter Kader. Sein Leihvertrag in der Domstadt wurde vorerst bis 2022 verlängert.

Rönnow und Paciencia: Zeichen bei Schalke-Duo stehen auf Trennung von der SGE

Bei Frederik Rönnow und Goncalo Paciencia, die beide an den FC Schalke 04 ausgeliehen waren, stehen die Zeichen bei Eintracht Frankfurt eher auf Trennung. Beide konnten sich in Gelsenkirchen nicht wirklich durchsetzen.

Frederik Rönnow (FC Schalke 04) - Frederik Rönnow blieb bei Eintracht Frankfurt deutlich hinter Kevin Trapp - nur wenn Trapp verletzt ausfiel, konnte der Torwart seine Qualitäten beweisen. Beim FC Schalke 04 stand er seit September 2020 insgesamt elf Mal auf dem Platz, war zwischenzeitlich verletzt. Rönnow konnte sich in Gelsenkirchen als Rückhalt etablieren, stand allerdings hinter einer völlig verunsicherten Abwehr. Er könnte in Frankfurt sicherlich wieder der Ersatzmann hinter Trapp werden, ob er das will, ist allerdings fraglich. Es steht also noch nicht abschließend fest, wie es im Sommer für den Schlussmann weitergehen wird.

Goncalo Paciencia (FC Schalke 04) - Hinter Andre Silva und Bas Dost kam Paciencia bei Eintracht Frankfurt kaum noch zum Einsatz. Bei Schalke 04 kam der Mittelstürmer insgesamt 15 Mal zum Einsatz und erzielte ein Tor. Im Falle des Klassenerhalts sah der Leihvertrag vor, dass Goncalo Paciencia ab der Saison 2021/22 fest im Kader der „Königsblauen“ spielt. Nun ist seine Zukunft noch ungewiss. Bruno Hübner, der ehemalige Sportvorstand von Eintracht Frankfurt sagte: „Alle verliehenen Spieler werden erst mal zurückkommen. Der neue Trainer wird sie neu bewerten“. Paciencia habe im Negativ-Trend von Schalke 04 festgesteckt, habe aber durchaus seine Qualitäten. Es bleibt abzuwarten, ob der Mittelstürmer unter Oliver Glasner noch eine Chance bei der SGE bekommt.

Goncalo Paciencia wird Gelsenkirchen nach dem Abstieg von Schalke 04 verlassen. Ob sein Weg zurück zu Eintracht Frankfurt führt, bleibt fraglich.

Corona-Pandemie: Nils Stendera konnte sich durch Zwangspause kaum für die SGE entwickeln

Nils Stendera (Lok Leipzip) - Die Saison für den Mittelfeldspieler bei Lokomotive Leipzig verläuft eher bitter. Stendera kam aufgrund des Saisonabbruchs in der Corona-Pandemie beim Viertligisten Lokomotive Leipzig lediglich auf sieben Einsätze. Eine Entwicklung des jungen Spielers ist damit so gut wie unmöglich. Jetzt, zum Ende der Saison, geht es für den kleinen Bruder von Marc Stendera zurück zu Eintracht Frankfurt, doch dort wird er kaum eine Chance haben, sich einen Platz im Bundesliga-Kader zu sichern. Die Zeichen stehen ganz klar auf endgültige Trennung beim Talent und der SGE.

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Chancen auf eine Rückkehr zu Eintracht Frankfurt: Rodrigo Zalazar und Dejan Joveljic

Besser als bei dem Schalke-Duo und Nils Stendera bei Lok Leipzig lief es für die SGE-Leispieler Rodrigo Zalazar beim FC St. Pauli und Dejan Joveljic beim Wolfsberger AC.

Rodrigo Zalazar (FC St. Pauli) - Mittelfeldmann Zalazar konnte in der Zweiten Bundesliga beim FC St. Pauli auf ganzer Linie überzeugen. Der 21-Jährige hat sich in Hamburg zur Stammkraft entwickelt und eine wilde und bissige Spielweise entwickelt. „Rodrigo fällt positiv auf, weil er sich überall auf dem Platz herumtreibt. Das ist seine Stärke, er hat einen unbändigen Willen, eine gute Technik, eine hohe Dynamik“, lobte Trainer Schultz. Zalazar stand 34 Mal im Trikot von St. Pauli auf dem Rasen, schoss sechs Tore und bereitete sechs weitere direkt vor. Die Eintracht wird auch ihn erst einmal zurückholen und abwarten, ob er Trainer Glasner in der Vorbereitung von sich überzeugen kann.

Dejan Joveljic (Wolfsberger AC) - Der Stürmer hatte es schwer, sich bei der SGE gegen die etablierte Offensive zu behaupten. Beim Wolfsberger AC blühte der 21-Jährige auf. Er stand bei 32 Pflichtspielen für die Österreicher auf dem Platz, erzielte 17 Treffer und bereitete drei vor. Der junge Spieler hat sich entwickelt, Spielpraxis gewonnen und Unsicherheit verloren. „Diese Leihe hat absolut Sinn ergeben. Wir erhoffen uns einen ähnlichen Effekt wie bei Daichi Kamada, sodass er uns kommende Saison eventuell helfen kann. Unsere Überlegungen haben gegriffen, es war die richtige Entscheidung“, sagte Bruno Hübner. Nun versucht Joveljic sich in der Vorbereitung auf die kommende Saison einen Platz im SGE-Kader zu sichern. Seine Zukunft bei der SGE hängt sicherlich auch davon ab, ob André Silva und Filip Kostic. bei der Eintracht bleiben. (iwe)

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