Eintracht Frankfurt: Ein letztes Bild vor der Sommerpause.
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Eintracht Frankfurt: Ein letztes Bild vor der Sommerpause.

Einzelkritik

Eintracht Frankfurt mit Sieg zum Abschluss - Die Einzelkritik

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt zittert sich gegen den Absteiger SC Paderborn zu einem 3:2-Sieg und geht in die Pause. Die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Eintracht-Trainer Adi Hütter kommentierte den Sieg hinterher nüchtern: „Wir haben es nicht verstanden, das 4:0 nachzulegen. Letztlich war es aber ein verdienter Sieg. Ich ärgere mich immer, wenn das Spiel nicht so läuft. Wir sind nicht souverän aufgetreten nach dem 3:0. Aber ich muss die Jungs auch in Schutz nehmen. Es war das 54. Pflichtspiel und dann kam auch noch das Wetter dazu. Wir haben zu viele Gegentore bekommen und zu viele Niederlagen einstecken müssen.“

Eintracht Frankfurt - SC Paderborn: Das Klassenbuch

Gut dabei

Sebastian Rode: Unermüdlich, trieb an, fegte überall hinein. Schöner Treffer aus der Halbdistanz, sein dritter in dieser Saison, Timmy Chandler hatte es ihm vor dem Spiel prophezeit.

David Abraham: Gefühlt hat er keinen Zweikampf verloren, ohne Fehl und Tadel.

Dominik Kohr: Spielte in der Anfangsphase drei prima Pässe in die Tiefe, zwei auf Silva, einen auf da Costa. Immer wurde es gefährlich. Hing dann mal durch, aber kämpfte sich aus dem Tal, astreine Vorarbeit für Dost zum 3:0. Ihm kommt die Pause ungelegen, ist gut drauf.

Ganz okay

Martin Hinteregger: Sehr umsichtig in der Hasebe-Rolle, gute Bälle aus der Zentrale. Vor dem 1:3 aber etwas zu sorglos und nicht konsequent genug.

Danny da Costa: Bog viele Flanken hinein, keine führte zum Erfolg. Als er sich aber nach einer von ihm eingeleiteten feinen Kombination mit Kamada durchspielte, da rappelte es im Kasten: Silva verwertete sein Zuspiel zur Führung. In der Entstehung vor dem 1:3 ließ er sich überrumpeln.

Kevin Trapp: Musste zweimal hinter sich greifen, ohne sich zuvor oder danach auszeichnen zu können. Hielt einen Schuss von Michel, direkt danach fiel das 1:3. Dumm gelaufen. Ansonsten beschäftigungslos.

So lala

André Silva: Anfangs doch recht unglücklich, verhaspelte sich, blieb öfter hängen, traf falsche Entscheidungen. Wurde einmal sehr vernehmlich von Coach Hütter angepfiffen. Aber: War dann wieder zur Stelle, machte das wichtige 2:0. Sein achter Treffer nach dem Neustart. Nur Lewandowski hat in dieser Phase einmal mehr getroffen. Das kann sich sehen lassen.

Bas Dost: Versuchte es mit Direktspiel, das kann er eigentlich auch. Aber dieses Mal funktionierte das Ganze eher nicht so gut, einige Abspielfehler, wirkt immer noch nicht vollends austrainiert. Immerhin: Das Tor zum 3:0 hat er in bester Alex-Meier-Manier sehr abgezockt und technisch anspruchsvoll gemacht. Wird sich steigern müssen, so alles in allem.

Filip Kostic: Ganz gutes Pensum da links, in der Offensive okay, wieder mit vielen Flanken, häufig gegen zwei Gegenspieler. Die Arbeit nach hinten ließ er schleifen. Am Ende schien er ziemlich platt, konnte die Bälle technisch dann nicht mehr so verwerten wie gewohnt.

Schwächelnd

Daichi Kamada: Wirkte irgendwie schlapp, die Körperspannung ließ zu wünschen übrig. Versuchte immer etwas, dafür ist er ja bekannt, aber ohne Fortune und Durchschlagskraft. Verdaddelte eine gute Chance, da spielte der Ball Flipper mit ihm (46.).

Evan Ndicka: Kein berühmter Auftritt, wackelte gerade am Anfang bedenklich. Mit so mancher Unkonzentriertheit, einmal hatte er Glück, dass Dräger verstolperte (31.). Hat es mit dem sehr offensiv denkenden Vordermann Kostic aber auch nicht leicht.

Djibril Sow: Denkbar schwache Vorstellung. Nach seiner Einwechslung spielte er den ersten Pass ins Aus, den zweiten auf Kostic viel zu lang, und vor dem 2:3 ließ er sich wie ein Jugendspieler den Ball abluchsen. Muss noch viel lernen und sich mächtig steigern, wenn er ein richtiger Bundesligaspieler werden will. Ob er das schafft, ist offen.

Zu spät gekommen

Jonathan de Guzman, Goncalo Paciencia (dur)

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