Ajdin Hrustic von Eintracht Frankfurt.
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Ajdin Hrustic von Eintracht Frankfurt. (Archivbild)

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Eintracht Frankfurt: Oliver Glasner zaubert Mittelfeld-Ass aus dem Ärmel

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Oliver Glasner setzt gegen Borussia Dortmund auf einen Spieler, der bei Eintracht Frankfurt zuletzt kaum eine Rolle gespielt hat.

Frankfurt - Bei Eintracht Frankfurt war vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund lange Zeit nicht klar, wer auflaufen kann und auf wen verzichtet werden muss. Der zunächst positiv getestete Jesper Lindström war plötzlich doch nicht vom Coronavirus betroffen und stand Trainer Oliver Glasner für die Partie gegen den BVB zur Verfügung. Dagegen fiel Djibril Sow kurzfristig aus, weil bei ihm ein Covid-19-Test positiv ausfiel, wie der Verein mitteilte. Ebenfalls nicht dabei waren Erik Durm und Almamy Toure, beide wegen eines unklaren Testergebnisses.

Besonders der Ausfall von Dauerbrenner Sow war schwerwiegend, denn der Schweizer zeigte in den vergangenen Spielen starke Leistungen und ist für Eintracht Frankfurt eigentlich unverzichtbar. Doch Oliver Glasner musste seinen defensiven Mittelfeldspieler ersetzen und zauberte einen Profi aus dem Hut, der längere Zeit nur eine untergeordnete Rolle spielte bei der SGE: Ajdin Hrustic. Der Australier stand zuletzt Ende Oktober in der Startelf der SGE, anschließend fand er sich zunächst auf der Bank, dann mehrere Wochen auf der Tribüne wieder.

Eintracht Frankfurt: Hrustic plötzlich Teil der Startelf

Gegen Borussia Dortmund warf ihn Trainer Glasner ins kalte Wasser und der Australier konnte zumindest anfangs überzeugen. Er beschränkte sich darauf, seine Position vor der Abwehr zu halten und das Spiel des Gegners zu unterbinden - dabei gelangen ihm einige Balleroberungen, nennenswert ist vor allem die vor dem 2:0 durch Rafael Borre. In der Offensive kam aber deutlich zu wenig von Hrustic, der eigentlich für seine gefährlichen Weitschüsse bekannt ist.

Im Großen und Ganzen konnte Ajdin Hrustic aber Pluspunkte sammeln, vor allem wenn man die nackten Zahlen betrachtet. Der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt spulte 12,56 Kilometer ab und war damit der laufstärkste Akteur auf Seiten der SGE. Zudem überzeugte der 25-Jährige mit seiner Spielintelligenz. Ob es für weitere Einsätze in der Startelf gereicht hat, ist aber zumindest fraglich. Sow konnte bereits wieder am Mannschaftstraining teilnehmen und der angeschlagene Kristijan Jakić, der gegen den BVB von der Bank kam, dürfte bis zur nächsten Partie auch wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein.

Eintracht Frankfurt: Hrustic lauert auf nächste Chance

Für Ajdin Hrustic gilt, sich über starke Trainingseinheiten bei Trainer Oliver Glasner weiter anzubieten und die sich ergebenden Chancen zu nutzen. Die Saison ist noch lange und gerade dadurch, dass immer wieder Akteure wegen positiver Corona-Tests ausfallen, könnte der Australier noch wichtig werden für Eintracht Frankfurt.

Unterdessen gibt es Hickhack um den Wechsel von Muani. Der schillernde Nantes-Boss Waldemar Kita schaltet die Fifa ein, weil Eintracht Frankfurt einen Vorvertrag für den nächsten Sommer mit dem besten Stürmer geschlossen haben soll. Bei Amin Younes bastelt die SGE final an einer Vertragsauflösung, der alle Parteien zustimmen sollen. (smr)

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