Klaus Mank 
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„Klaus Mank war ein Eintrachtler durch und durch.“

Ehemaliger Vizepräsident

Eintracht Frankfurt trauert um Klaus Mank

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Klaus Mank, der ehemalige Vizepräsident von Eintracht Frankfurt, ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Gleich zweimal ist Klaus Mank mit der A-Jugend der Eintracht Deutscher Meister geworden, 1982 und 1983, vorher, 1980, holte er mit dem jüngeren Jahrgang den Titel an den Riederwald. Mank, ein Original mit großem Herzen, formte spätere Starspieler wie Thomas Berthold oder Manfred Binz, er leitete Armin Kraaz, Harald Krämer oder Uwe Müller an, doch quasi legendär wurde er durch eine kuriose Aktion ein paar Jahre später. 1988, Mank war Vizepräsident, setzte er den beschlossenen Rauswurf von Sportchef Wolfgang Kraus konsequent auf seine eigene Art und Weise um. Weil der Manager auf keinem Kanal erreichbar war, warf ihm Klaus Mank die fristlose Kündigung kurzerhand durch das gekippte Toilettenfenster ein – und erlangte damit einige Berühmtheit. Natürlich nicht nur, aber auch wegen dieser Anekdote wird Klaus Mank immer in Erinnerung und unvergessen bleiben; in der Nacht von Freitag auf Samstag verstarb er 75-jährig im Schlaf in seinem Haus im badischen Freudenberg. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke, auch wenn der mildtätige und authentische Fußballliebhaber schon lange nicht mehr aktiv im Geschäft mitmischte.

„Klaus Mank war ein Eintrachtler durch und durch. In seiner aktiven Zeit hat er die Nachwuchsarbeit der Eintracht an die Ligaspitze geführt und damit den Grundstein für viele Bundesligakarrieren gelegt“, sagte Vereinspräsident Peter Fischer. „Sein außergewöhnliches Engagement für den Verein werden wir nicht vergessen.“

Mank, ein Geradeaus-Typ, lag die Jugendarbeit besonders am Herzen, er war eine absolute Kapazität auf diesem Gebiet, feierte große Erfolge. Im Herbst 1983 saß er nach dem Rauswurf von Branko Zebec gemeinsam mit Vereinslegende Jürgen Grabowski sogar mal für zwei Partien auf der Trainerbank der Profis, nach einem 0:7 in Köln und einem 1:1 gegen Mönchengladbach machte er den Weg für Dietrich Weise frei, den er über die Maßen schätzte.

Der gebürtige Frankfurter saß für drei Jahre als Vize im Präsidium der Eintracht, nach dem Pokalsieg 1988 beendete er seine Vereinskarriere. Er blieb jedoch als guter Geist, Ratgeber und helfende Hand allgegenwärtig. Der Tierliebhaber, der sich mit seiner Frau Monika für herrenlose Hunde und Katzen engagierte, war ein Mann mit einem Elefantengedächtnis, wusste die Menschen durch seine kurzweiligen und launigen Anekdoten zu fesseln.

Die gute Seele, Klaus Mank, sie wird fehlen.

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