Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln
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Eintracht-Torjäger André Silva (l) brachte Frankfurt beim Sieg gegen den 1. FC Köln in Führung.

21. Spieltag

Frankfurt weiter nicht zu stoppen: Sieg gegen Köln

Seit zehn Spielen ist die Eintracht in der Liga ungeschlagen. Die zuletzt starken Kölner hatten keine Chance. Die Qualifikation für die europäische Königsklasse scheint in dieser Saison für Frankfurt möglich.

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurt ist auf dem Weg zur ersten Champions-League-Teilnahme weiter nicht zu stoppen.

Auch gegen Favoritenschreck 1. FC Köln setzten die Hessen mit einem 2:0 (0:0) die Serie von nun zehn Spielen ohne Niederlage in der Fußball-Bundesliga fort. Dies war der Eintracht letztmals in der Saison 1992/93 gelungen. Für den Sieg sorgten André Silva (57. Minute) und Evan N'Dicka (79.).

«Wir wussten, dass Chancen kommen. Die haben wir genutzt. Wir haben eine gute Entwicklung genommen. Wir spielen sehr gut. Auch unsere Mentalität hat sich sehr gut entwickelt», sagte Eintracht-Routinier Makoto Hasebe bei Sky und blickte bereits auf den Kracher gegen Club-Weltmeister Bayern München in der nächsten Woche: «Gegen die Bayern ist es eine schwere Aufgabe. Aber wir sind sehr gut drauf und können auch die Bayern schlagen.»

Die Königsklasse scheint für die Eintracht greifbar, wenngleich Eintracht-Trainer Adi Hütter diesbezüglich zurückhaltend bleibt. «Mit Bayern München Meister zu werden ist einfacher als mit der Eintracht die Champions League zu erreichen», hatte der Österreicher bereits vor dem Spiel gesagt.

Die Kölner, die zuvor schon bei den Champions-League-Teilnehmern Dortmund, Leipzig und Mönchengladbach sieben Punkte geholt hatten, gingen indes diesmal leer aus. «Es war eine verdiente Niederlage, aber auch unnötig. Wir bekommen zwei Tore, die man vermeiden konnte. Wir haben insgesamt zu wenig Bälle festgemacht und für Entlastung gesorgt. Frankfurt ist ein körperlich hartes Team. Da muss man gewappnet sein, das waren wir nicht», sagte FC-Manager Horst Heldt.

Bis es etwas Sehenswertes in dem 90. Bundesligaduell der beiden Clubs gab, verging eine gute Viertelstunde ohne Torszenen. Erst danach kamen die Gastgeber in Spiellaune und zu zahlreichen Chancen gegen Kölner, die nicht annähernd an die Leistungen der beiden zuletzt siegreichen Partien herankamen. Für erste Gefahr sorgte der quirlige Filip Kostic (17.), der im Kölner Strafraum gerade noch von Sava-Anrangel Cestic geblockt werden konnte. Drei Minuten später konnte FC-Keeper Timo Horn nach einem Klassepass von Amin Younes Eintracht-Stürmer André Silva den Ball mit der Hand vom Fuß schlagen.

Danach ging es mit den Tormöglichkeiten für die Frankfurter fast im Minutentakt weiter, wobei Kostic einmal mehr der Antreiber war und sich der Kölner Torwart Horn als großer Rückhalt erwies. Nach einer Flanke des Serben auf Younes konnte Rafael Czichos (21.) den Schuss aus elf Metern noch abblocken.

Wenig später war es Horn, der einen Kopfball von Daichi Kamada parierte und sich in der 30. Minute erneut gegen den Japaner auszeichnen konnte, in dem er bei dessen Schuss aus 16 Metern mit einer Glanzparade den Ball über den Querbalken lenkte. Zum Abschluss des Reigens der vergebenen Chancen köpfte Silva kurz vor dem Halbzeitpfiff aus Nahdistanz und unbedrängt über das Tor.

Die Kölner hingegen hatten keine einzige wirklich zwingende Möglichkeit, einen Treffer zu erzielen und konnten froh sein, mit 0:0 in die Pause zu gehen. Die zahlreichen Verletzungen im Kölner Kader um Kapitän Jonas Hector machten sich bemerkbar und konnten auch durch die Bereitschaft von Marius Wolf, trotz einer Bänderverletzung zu spielen, nicht kompensiert werden. «Diese Einstellung ist was Bravouröses. Aller Ehren wert, schon toll», sagte FC-Trainer Markus Gisdol.

Nach dem Wiederanpfiff setzte sich das einseitige Spiel mit den dominierenden Frankfurtern fort, die in der 57. Minute endlich den verdienten Treffer erzielten. Nach einem Distanzschuss von Erik Durm, fälschte Kamada den Ball so ab, dass Silva mühelos aus wenigen Metern seinen 18. Saisontreffer erzielte. Für Gefahr konnten die Kölner nur einmal sorgen, als Emmanuel Dennis (66.) aus 18 Metern den Ball knapp am rechten Pfosten vorbeizielte. Besser machte es der Frankfurter Verteidiger N'Dicka mit seinem Tor zum 2:0.

© dpa-infocom, dpa:210214-99-439455/4

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