Nach Ausscheiden gegen England

Beckenbauer vom DFB enttäuscht - Kaiser drückt jetzt einem anderen Land die EM-Daumen

  • Alexander Kaindl
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Franz Beckenbauer hat sich zum frühen deutschen EM-Aus geäußert. Außerdem verrät der Kaiser, wem er nun den Titel gönnen würde.

München - Deutschland ist raus, die EM* geht aber weiter: Am Freitag stehen die ersten Viertelfinals der Europameisterschaft an*. Schweiz muss gegen Spanien ran, Belgien trifft in München auf Italien. Die Partie in der Allianz Arena ist auf dem Papier das am stärksten besetzte Viertelfinale. Wer setzt sich durch?

Nach dem deutschen EM-Aus haben sich inzwischen sämtliche Experten zu Wort gemeldet. Nun schaltet sich auch Franz Beckenbauer* ein. Die Legende war als Spieler Europameister (1972) und Weltmeister (1974), 1990 führte er die Nationalmannschaft als Teamchef zum WM-Titel. Sein einsamer Gang im Olympiastadion von Rom bereitet deutschen Fußball-Fans bis heute Gänsehaut.

EM 2021: Beckenbauer drückt nach dem DFB-Aus den Italienern die Daumen

Mit Rom und Italien hat der Kaiser also eine ganz besondere Verbindung. Und deshalb drückt er der Squadra Azzurra* nun die Daumen. „Ich sympathisiere mein Leben lang mit Italien“, sagt der 75-Jährige nun gegenüber der Bild. „Ich hätte fast selbst dort gespielt. 1966 wollte mich Inter Mailand holen, ein Jahr später AC Mailand. Das ging aber nicht, weil zu jener Zeit die italienische Liga eine Ausländersperre verhängt hatte. Also bin ich beim FC Bayern geblieben.“

Und das sollte ja auch nicht die schlechteste Entscheidung sein! Beckenbauer gewann in der Folge sämtliche Trophäen, unvergessen sind drei Siege in Folge im Europapokal der Landesmeister.

Franz Beckenbauer: Kritik an DFB-Team nach frühem EM-Aus

Auch zum DFB*-Aus hat sich Beckenbauer geäußert - samt Kritik. „Natürlich bin ich enttäuscht über unser Aus in Wembley. Die deutsche Mannschaft hat leider einen zu geringen Aufwand betrieben, um die Engländer zu schlagen.“

Die Three Lions müssen im Viertelfinale nun gegen die Ukraine ran. In jenem Römer Olympiastadion, in dem sich Beckenbauer vor fast exakt 31 Jahren krönte. Dort hätten am Samstagabend um 21 Uhr auch die Deutschen spielen können, wenn sie im Wembley mehr Biss gezeigt hätten. Der Kaiser findet das „sehr schade“ - aber: „Ich werde trotzdem weiter die EM im TV schauen. Etwas entspannter, wenn Deutschland nicht mehr dabei ist.“ (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa

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