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Letzter Weltmeister vom „Wunder von Bern“: Horst Eckel ist tot

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Von: Christoph Klaucke

Horst Eckel ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der WM-Held von 1954 war der letzte noch lebende Akteur vom damaligen „Wunder von Bern“.

Kaiserslautern - Der deutsche Fußball trauert um seinen letzten Helden von der WM 1954: Horst Eckel ist am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Eckel war der zuletzt einzige noch lebende Weltmeister der legendären Mannschaft, die 1954 in Bern den ersten WM-Titel für Deutschland errungen hatte. Das „Wunder von Bern“ ist damit endgültig Geschichte. Eckel hinterlässt seine Ehefrau Hannelore sowie die beiden Töchter Susanne und Dagmar.

Horst Eckel ist tot: Der letzte WM-Held von 1954 gestorben

Die Ikone des 1. FC Kaiserslautern, der mit seinen vier Klubkollegen Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Kohlmeyer und Werner Liebrich den FCK-Block der deutschen WM-Elf bildete, war der jüngste Spieler in der Mannschaft von Trainer Sepp Herberger. Eckel spielte zwischen 1952 und 1958 insgesamt 32-mal für Deutschland.

Der letzte Weltmeister von 1954 Horst Eckel ist gestorben.
Der letzte Weltmeister von 1954 Horst Eckel ist gestorben. © Uwe Anspach/dpa

Aufgrund seiner schlanken Statur und seiner Laufstärke erhielt der in Vogelbach nahe Kaiserslautern geborene Außenläufer den Spitznamen „Windhund“. Mit den Roten Teufeln wurde Eckel zweimal deutscher Meister (1951 und 1953).

Horst Eckel im Alter von 89 Jahren gestorben - im Februar war eine große Feier geplant

Ursprünglich war für Februar des kommenden Jahres eine große Feier zum 90. Geburtstag geplant - mit allem, was Rang und Namen hat im Fußball. An dem Jubilar, der sich von einem Sturz in der Weihnachtszeit 2020, dem Krankenhausaufenthalt und der Reha sowie einer Hüft-OP im Oktober gut erholt hatte, hätte es eigentlich nicht scheitern sollen.

"Obwohl es ihm schon zu schaffen macht, dass die Zeichen des Alters nicht mehr zu leugnen sind, hat er zuletzt gesagt, dass er mindestens noch zehn Jahre durchhält", hatte Dagmar Eckel zuletzt dem SID gesagt. Erst in der vergangenen Woche war Eckel in die Hall of Fame des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund aufgenommen worden.

Horst Eckel ist tot: „Wunder von Bern“ bleibt in Erinnerung

Den größten Ruhm brachte Eckel aber das "Wunder von Bern" ein. Das 3:2 nach 0:2-Rückstand am 4. Juli 1954 im WM-Finale gegen die als unschlagbar geltenden Ungarn ist der größte Mythos des deutschen Fußballs. Historiker sehen den Tag als das eigentliche Gründungsdatum der Bundesrepublik Deutschland. Eckel beriet auch den Regisseur Sönke Wortmann, als der den Film „Das Wunder von Bern“ drehte.

Zuletzt hatte Eckel, dem der Absturz des FCK in die 3. Liga schwer zusetzte, nach dem Tod von Hans Schäfer im November 2017 öffentlich an den Triumph zurückgedacht. "Jetzt bin ich der letzte der Mannschaft, und ich vermiss meine Kameraden", sagte Eckel damals: "Es ziehen die Bilder jedes Einzelnen vor meinen Augen vorbei und auch die Erinnerung an ausgelassene Zeiten, Lachen und Freude. Unsere Kameradschaft und der Fußball wird uns für alle Zeiten miteinander verbinden." (ck/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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