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DFB-Star Hofmann mit intimer Beichte: „Ich habe oft auf dem Klo geweint“

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Von: Florian Schimak

Er ist Bundesliga-Star und Nationalspieler. Doch er hatte auch schwierige Phasen in seiner Karriere, wie Jonas Hofmann nun ganz offen zugibt.

München - Jonas Hofmann ist in der noch kurzen Ära von Bundestrainer Hansi Flick so etwas wie die große Überraschung. Zwar zeigte der 29-Jährige im Trikot von Borussia Mönchengladbach schon seit Jahren, dass er ein richtig guter Kicker ist. Doch unter Flick spielte er sich auf der ungewohnten Position des Rechtsverteidigers noch einmal mehr in den Fokus.

Zehn Länderspiele bestritt der gebürtige Heidelberger bislang und überzeugte zuletzt bei den abschließenden WM-Qualifikationsspielen. Für die WM 2022 in Katar dürfte Hofmann bei Flick fest eingeplant sein. Auch privat scheint es für den Fohlen-Star zu laufen, ist er doch offenbar mit Sky-Moderatorin Laura Winter liiert.

Allerdings lief es für Hofmann nicht immer so rund! In der Sky-Doku „Meine Geschichte“ gestand der Mittelfeld-Star, dass er nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund nach Gladbach mentale Probleme hatte. Das BVB-Aus beschäftigte ihn damals sehr. „Es war eine harte Zeit“, verrät Hofmann: „Ich saß oft alleine auf dem Klo und habe geweint“.

Jonas Hofmann: DFB-Star mit intimer Beichte - „Ich habe oft auf dem Klo geweint“

In der Winterpause der Saison 2015/16 ging es von Dortmund nach Gladbach, weil sich Hofmann unter dem damaligen BVB-Coach Thomas Tuchel trotz seines vorhandenen Talents nicht durchsetzen konnte. Mental hatte ihn das stark mitgenommen. Daher hat er sich selbst geholfen. „Ich habe mir einen Psychologen genommen“, verrät Hofmann bei Sky: „Das wird oft als ein Zeichen von Schwäche gesehen, das sehe ich gar nicht so“.

Der DFB-Star erklärt weiter: „Wenn wir eine Grippe haben oder verletzt sind, gehen wir zum Arzt. Wenn eines der wichtigsten Bausteine im Körper, das Gehirn, angeschlagen ist, dann aber nicht? Das ist der falsche Ansatz.“ Inzwischen hat er zwar keinen Psychologen mehr, aber er habe „diese Hilfe gerne und dankend angenommen“, wie er betont: „Ich war ein paar Monate bei den Sitzungen, brauche das heute aber nicht mehr.“

In der laufenden Saison erzielte er in 16 Bundesligaspielen sieben Treffer. Zuletzt fiel er nach einer Meniskus-OP aus, will aber im neuen Jahr wieder angreifen. Immerhin steht im November 2022 ein großes Turnier an: Bei der Wüsten-WM in Katar will Hofmann körperlich fit sein - aber vor allem auch mental. Dazu ist er aktuell ja auf dem besten Weg. (smk)

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