Das Schützenhaus in Petersberg in der Außenansicht.
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Petersberg schießt unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Schützenhaus.

Wettkampf im Schützenhaus

Bundesliga: Petersberg schießt vor leeren Rängen - Übertragung ins Propsteihaus?

Der Vorstand des Schützenvereins Petersberg hat das Pro und Contra für eine öffentliche Austragung des Heimwettkampfs in der Bundesliga abgewogen und entschieden, den Wettkampf der 1. Bundesliga Nord am 10. und 11. Oktober im Schützenhaus ohne Fans auszutragen.

Petersberg - „Wir haben für alle Seiten eine vernünftige und vertretbare Entscheidung getroffen, wir hätten nur wenige Zuschauer in der Florenberghalle Pilgerzell unterbringen und damit niemals unsere Kosten decken können“, erklärt der Vorsitzende Frank Urspruch den Entschluss. Es wurde dabei an die anderen Abteilungen und den Breitensport im Verein gedacht, denn ihnen gegenüber muss die Entscheidungen vertreten werden. „Wir haben leider keine großen Investoren im Rücken, um uns große unkalkulierbare Sprünge zu erlauben“, macht Urspruch den Unterschied zu anderen Sportarten und Clubs klar.

Schützen: Petersberg trägt Bundesliga-Wettkampf ohne Zuschauer aus

Die Auflagen seien im Moment kompliziert umzusetzen, könnten sich zwar in kürzester Zeit ändern, aber prognostische Aussagen könnten halt nicht getroffen werden. Bei konkreten Fragen zur Ausgestaltung bekomme man allenfalls pauschale Antworten durch offizielle Stellen. Deshalb ist der Petersberger Vorsitzende vom Deutschen Schützenbund so enttäuscht, denn von dort kommt nur wenig Hilfe. „Die Vereine sollen ihren Bundesliga-Wettkampf durchziehen, egal wie“, äußert sich Urspruch. Für den Fußball wird mal wieder alles getan, aber es gibt eben andere Vereine und Sportarten die aktuell ums Überleben kämpfen.

Petersberger Schützen arbeiten an Alternativen

In Petersberg wird an einer Alternative gearbeitet, um allen Schießsportinteressierten eine Übertragung ins Petersberger Propsteihaus zu ermöglichen. Hierzu laufen aktuell die Planungen und Tests auf Hochtouren, um zumindest die Ergebnisse aus dem Schützenhaus, den Ton und einige Bilder auf Leinwände zu übertragen. „Es gibt in unserer Region Interesse am Schießsport, das hat man im vergangenen Jahr in Pilgerzell gesehen, leider können in diesem Jahr die Zuschauer nicht direkt im Rücken der Schützen sitzen und sie anfeuern“, blickt Frank Urspruch traurig auf die aktuelle Situation.

Die erste Mannschaft aus Petersberg wird deshalb alles daransetzen, die Bundesliga zu halten, um im Herbst 2021 wieder vor ihrem Heimpublikum und ihren Fans in den Wettkampf zu gehen. (sed)

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