Glückwunsch nach dem Länderspiel-Debüt: Deutschlands Jamal Musiala wird nach dem 3:0 in der WM-Qualifikation gegen Island von Emre Can umarmt.
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Glückwunsch nach dem Länderspiel-Debüt: Deutschlands Jamal Musiala wird nach dem 3:0 in der WM-Qualifikation gegen Island von Emre Can umarmt.

Jüngster Debütant seit Uwe Seeler

Jamal Musiala vom FC Bayern gibt Debüt im DFB-Dress und darf nun nicht mehr für England spielen

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Jamal Musial vom FC Bayern hat beim 3:0-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Island sein Debüt für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegeben. Das in Fulda aufgewachsene Talent darf nun nicht mehr für England spielen.

Update vom vom 26. März, 11.00 Uhr: Jamal Musiala (FC Bayern) wurde in Duisburg beim Spiel der WM-Qualifikation beim Stand in der 78. Minute beim Stand von 3:0 nach Toren von Leon Goretzka (3.) und Kai Havertz (7.) und Ilkay Gündogan (56.) von Bundestrainer Joachim Löw eingewechselt.

Jamal Musiala vom FC Bayern gibt Debüt im DFB-Dress und darf nun nicht mehr für England spielen

Damit gab das erst 18 Jahre alte FC-Bayern-Juwel Jamal Musiala, das zuletzt noch für Englands U21 aufgelaufen war und sich dann für das DFB-Team entschieden hatte, sein Debüt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Und damit darf der in Fulda aufgewachsene und einst für die Bambini des TSV Lehnerz kickende Mittelfeldakteur nicht mehr für England spielen.

„Es ist toll für uns, dass er jetzt spielen durfte“, sagt Manuel Neuer, Kapitän im DFB-Team und Mitspieler von Jamal Musiala beim FC Bayern, zum Debüt des 18-Jährigen. „Da kann man einfach nur stolz sein, einen weiteren Spieler bei uns in den eigenen Reihen, bei uns beim FC Bayern zu haben.“

Auch Jamal Musiala zeigte sich glücklich. „Really happy and proud to have made my senior international debut“, schrieb er auf seinem Instagram-Account auf Englisch. Kurios: Kumpel Jude Bellingham (17) von Borussia Dortmund, der im November für die englische Nationalmannschaft debütierte, gratulierte auf Deutsch: „Glückwunsch, Bruder!“

Mit seinem Debüt am 25. März im Alter von 18 Jahren und 27 Tagen wurde Jamal Musiala zum jüngsten DFB-Nationalspieler seit Uwe Seeler. Die HSV-Legende bestritt sein ersten Länderspiel 1954 gegen Frankreich im Alter von 17 Jahren und 345 Tagen. Friedel Holz war im März 1938 bei seinem Debüt genauso alt wie Musiala. Außer Seeler waren nur Marius Hiller (17 Jahre und 241 Tage) 1910 und Willy Baumgärtner (17 Jahre und 104 Tage) 1908 bei ihrem ersten Länderspiel jünger als Jamal Musiala.

Update vom vom 19. März, 13.49 Uhr: Mit zwei Neulingen - darunter der in Fulda aufgewachsene Jamal Musiala (FC Bayern München) - und fünf Rückkehrern im Aufgebot startet die deutsche Nation​almannschaft ins EM-Jahr und in die Qualifikation zur WM 2022. 

Jamal Musiala (FC Bayern): Strenge Corona-Auflagen bei erster Länderspiel-Nominierung

Bundestrainer Joachim Löw hat insgesamt 22 Feldspieler und vier Torhüter für die drei anstehenden Spiele der WM-Qualifikationsgruppe J in Duisburg gegen Island (25. März, 20.45 Uhr/RTL) und in Bukarest gegen Rumänien (28. März, 20.45 Uhr/RTL) sowie in Duisburg gegen Nordmazedonien (31. März, 20.45 Uhr/RTL) berufen

Zum ersten Mal für das DFB-Team nominiert sind der in Fulda aufgewachsene 18 Jahre alte Jamal Musiala vom FC Bayern München und der 17-jährige Florian Wirtz von Bayer 04 Leverkusen. „Wir sind gespannt darauf, Jamal Musiala und Florian Wirtz noch besser kennenzulernen. Sie haben sich die Nominierung mit zuletzt guten Leistungen verdient“, sagte Bundestrainer Joachim Löw.

Video: DFB-Team: So plant Löw mit Musiala und Wirtz

„Löw ergänzte zur Berufung von Jamal Musiala und Florian Wirtz: „Doch gerade bei so jungen Spielern gehört zu unserer Verantwortung, sie behutsam und Schritt für Schritt an das höchste Level heranzuführen. Beide haben riesiges Potenzial, und ich bin sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch viel Freude an ihnen haben werden. Aber im Moment gilt es, nichts zu überstürzen, sie sollen sich in aller Ruhe und unbeschwert entwickeln können. Ich denke, dass die nächsten Tage für Jamal und Florian eine gute Erfahrung sein werden.“

„Arbeitsquarantäne“: England-Profis im DFB-Team müssen sich intern isolieren

Wichtiges Kriterium bei der Kaderzusammenstellung war wie bei den Partien der Nationalmannschaft 2020, die bereits im Zeichen der Corona-Pandemie gestanden hatten, die Berücksichtigung strenger Hygieneauflagen. Insbesondere vor dem Hintergrund zusätzlicher strenger Anforderungen, die seitens der Behörden für die Einreise von Nationalspielern aus England auferlegt wurden.

Die England-Profis dürfen laut DFB „nach Zustimmung des Gesundheitsamtes Duisburg und im Einklang mit der aktuell gültigen Corona-Einreiseverordnung von Nordrhein-Westfalen zur Mannschaft stoßen“. Diese Zustimmung sei jedoch gebunden an äußerst strenge zusätzliche Auflagen“ an den DFB.

Jamal Musiala (FC Bayern München) ist von DFB-Bundestrainer Joachim Löw erstmals für ein DFB-Länderspiel nominiert worden.

Der Deutsche Fußball-Bund betonte, dass die Verordnung „generell eine Ausnahmegenehmigung für Einreisende aus Großbritannien zur Berufsausübung“ vorsehen. Neben weiteren PCR- und täglichen Antigenschnelltests müssen die Spieler der sogenannten „Arbeitsquarantäne“ unterzogen werden, in der sie innerhalb der bereits bestehenden „Blase“ intern nochmals zu isolieren sind.

Der DFB erklärt weiter: „Dazu zählen beispielsweise auch die Abläufe rund um die Mahlzeiten, so dass für sie außerhalb des eigentlichen Spiels, der Trainingseinheiten und der Mannschaftsbesprechungen keinerlei Kontaktmöglichkeiten bestehen.“ Erstmals wieder seit 2017 ins Aufgebot zurückkehren wird Amin Younes (Eintracht Frankfurt). Außerdem sind Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Emre Can (Borussia Dortmund), Lukas Klostermann (RB Leipzig) und Kai Havertz (FC Chelsea) wieder dabei.

Bundestrainer Löw will Jamal Musiala erstmal für DFB-Länderspiele nominieren

Erstmeldung vom 18. März, 18.10 Uhr: München/Köln - „Ich denke, man kann jetzt schon sagen, dass wir mit beiden planen“, sagte der 61-Jährige am Dienstag der RTL/ntv-Redaktion. Mit Blick auf die Europameisterschaft im Sommer sei es „gut, dass ich sie mal ein paar Tage bei uns sehe, wie sie sich in unserem Kreis eben auch zeigen, das ist vielleicht ein guter Fingerzeig in Richtung Turnier“.

Über eine Nominierung des 18 Jahre alten in Fulda aufgewachsenen Jamal Musiala (FC Bayern München) für die drei Länderspiele gegen Island (25. März), Rumänien (28. März) und Nordmazedonien (31. März) war seit längerem spekuliert worden, nachdem sich Löw mit ihm getroffen und sich der Spieler zuletzt für die deutsche Nationalmannschaft statt der englischen entschieden hatte.

Jamal Musiala (FC Bayern München) vor erster Länderspiel-Nominierung

Die Berufung von Wirtz hingegen käme unerwartet. Der 17-Jährige hatte überraschend im Kader der U21-Auswahl für die EM gefehlt, war zuletzt aber auch mit dem Coronavirus infiziert. Laut Löw hatte sich Musiala, der bereits für deutsche Jugendauswahlmannschaften, aber auch für die englische U21 aufgelaufen war, freiwillig und ohne Zusagen für die deutsche Nationalmannschaft entschieden.

„Wir haben ihm da keine Versprechungen gemacht oder keine Zusage, nur diese, dass wir uns eben halt an seiner Leistung auch erfreuen, dass wir ihm auch helfen, den Weg zu gehen, aber es war seine Entscheidung, und eine Zusage für ein Länderspiel kann man trotzdem nicht geben“, sagte Löw.

In der Vorwoche hatte der Weltverband FIFA die formale Genehmigung dafür erteilt, dass der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler von England nach Deutschland wechseln darf. Erst kürzlich, wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag hatte Jamal Musiala beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München seinen ersten Profivertrag bis 30. Juni 2026 unterschrieben, der ihm Millionen Euro einbringen wird.

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